Großveranstaltung Ende August in Osnabrück

Ganz Niedersachsen ist eingeladen

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Digitales Plakat an einer Hauptverkehrsstraße wirbt für den Tag der Niedersachsen
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Foto: Matthias Petersen

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Auf Plakaten und digitalen Bildschirmen wirbt die Stadt Osnabrück für den Tag der Niedersachsen.

Der Tag der Niedersachsen findet vom 29. bis 31. August in Osnabrück statt, zum ersten Mal in der drittgrößten Stadt des Landes. Dabei präsentieren sich auch die Religionen.

„Ganz Niedersachsen feiert in Osnabrück“, stand kürzlich auf riesigen Plakaten an den Einfallstraßen der Stadt zu lesen. „Hoffentlich nicht“, kritzelte ein Witzbold daneben. Schließlich könnten mehr als acht Millionen Menschen dabei sein, so viele Einwohner hat das Bundesland. Tatsächlich werden rund 400.000 von ihnen erwartet. Zum 38. Mal findet der Tag der Niedersachsen statt, zum ersten Mal in der drittgrößten Stadt Niedersachsens. 

Osnabrück wirbt wie immer mit dem Titel „Friedensstadt“ für sich, denn hier wie im 45 Kilometer entfernten Münster wurde 1648 der Westfälische Friede geschlossen, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Nicht von ungefähr kommt daher das gute Miteinander der christlichen Konfessionen, die sich jetzt auch gemeinsam präsentieren – ergänzt um weitere Religionsgemeinschaften. So sind Moslems und Bahai ebenfalls dabei. 

Osnabrück ist eine Bistumsstadt, da ist es selbstverständlich, dass bei einem solchen Treffen auch die Bischofskirche in den Fokus rückt. „Glauben macht’s möglich“, heißt das Programm in der Kathedrale, und das geht gleich am Freitagabend (29. August) um 18 Uhr mit einer Uraufführung bei freiem Eintritt los. Der Knaben- und Mädchenchor sowie der Osnabrücker Jugendchor setzt – unterstützt von einem Instrumentalensemble – ein rund einstündiges Werk des Osnabrücker Künstlers Jochen Hartman-Hilter um, das in dieser Fassung neu ist: „The Next World.“

Hartman-Hilter hat vor mehreren Jahren ein Stück zur Bewahrung der Schöpfung geschrieben, das damals als Orchesterfassung aufgeführt wurde. Für Osnabrück ist jetzt ein Chor-Part hinzugekommen, die Texte hat Hartman-Hilter verfasst; er spielt selber am Klavier. In „The Next World“ dreht sich alles um den kritischen Zustand der Welt, um Ozeane, Eis und Flut – schließlich um die Frage, ob sich eine andere Welt schaffen lässt. Um 20 Uhr erwartet die Besucher dann ein weiteres Highlight: Domorganist Balthasar Baumgartner präsentiert Höhepunkte aus 300 Jahren Orgelmusik.

Eine Frau legt einer anderen Frau die Hände segnend auf den Kopf
Gemeindereferentin Gisela Püttker (l.) gehört zu den Seelsorgerinnen, die im Dom  den "Segen to go" spenden. Foto: Matthias Petersen

 

An allen drei Tagen gibt es Führungen durch den Dom und das Diözesanmuseum, es gibt Zeiten für Pilger, die den Dom spirituell erleben wollen und einen „Segen to go“ für jene, die um himmlischen Beistand bitten. Interessierte können einen „Baum der Hoffnung“ mit ihren Wünschen bestücken, das benachbarte Forum am Dom richtet sich her als Ort für eine Pause, an dem man zwanglos Kaffeetrinken kann – am Samstagabend gibt es auch einen guten Wein. Die Gymnasialkirche neben dem Dom ist Samstag zwischen 12 und 16 Uhr reserviert für Aufführungen von Musikgruppen.

Rund um die Kirche St. Katharinen präsentieren sich 16 Akteure von Kirchen und Religionsgemeinschaften. Von der örtlichen Stadtteilökumene über die Erwachsenenbildung bis zu Caritas und Diakonie reicht die Sammlung. Alle Christen treffen sich am Sonntag um 10 Uhr auf dem Marktplatz zum ökumenischen Gottesdienst. Das Motto lautet dann: „Schöpfungsgerecht leben.“

Das Programm der Religionsmeile: www.tdn-kirche.de

Hinweise zum katholischen Programm gibt es hier.

Und hier geht es zum allgemeinen Programm.