Neue inklusive Gastronomie

Klassiker zu jeder Mahlzeit

Image
23_03_cafe_gutshof.jpg

Das St.-Vitus-Werk Meppen hat das Café „Gutshof“ in Haselünne neu übernommen. Menschen mit und ohne Behinderung finden dort gemeinsam eine Beschäftigung – und viel Anerkennung.


Leiterin Lena Faske und das Team des Cafés Gutshof in Haselünne freuen sich bei der Eröffnung über viele gute Worte. Foto: Anna Solbach

Im Café „Gutshof“ in Haselünne herrscht Hochbetrieb. Für die Eröffnungs- und Segnungsfeier haben Leiterin Lena Faske und die Beschäftigten des St.-Vitus-Werkes viel vorbereitet. Sie haben Kaffee und Tee gekocht und servieren dazu selbst gebackenen Blechkuchen. Es gibt auch verschiedene Sahnetorten – mit Birnen, Mandarinen und Erdbeeren. Auf den Tischen stehen Platten mit belegten Broten. Sie sind Klassiker zu jeder Mahlzeit, liebevoll dekoriert  mit Paprika, Gurkenscheiben und Trauben. „Miteinander genießen“ heißt das Motto des Tages, zu dem viele Gäste eingeladen sind.

Dass die Beschäftigten sich freuen, dass das Essen schmeckt, das sieht man ihnen an. Sie fühlen sich geehrt, dass Bürgermeister Werner Schräer zur Eröffnung kommt und allen gratuliert. „Ich freue mich, dass wir miteinander etwas schaffen in der Stadt Haselünne“, sagt der Rathauschef und wünscht dem Team um Leiterin Lena Faske viel Erfolg. 

Wie es zu der Eröffnung des inklusiven Cafés Gutshof kam, schildert der pädagogische Mitarbeiter Kai Stegemeyer. Er berichtet von der ersten Anfrage des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Besichtigung der Räume. Christian Thien, Leiter des Kompetenzfeldes Berufliche Qualifizierung und Teilhabe am Arbeitsleben beim St.-Vitus-Werk Meppen sagt: „Das Café passt zum DRK und zu Haselünne.“

Am Ende spricht Mitarbeiterin Christiane im Namen der Beschäftigten. „Es ist einiges gesagt worden und die Kuchen, die backen wir selber.“ Die Haselünnerin hat viel Spaß am Kuchenbacken und Kochen. Dass sie jetzt einen Arbeitsplatz im Café vor Ort in Haselünne hat, findet sie klasse. Sie wohnt in der Stadt und muss jetzt nicht weit fahren. Bevor das Café seine Türen öffnet, beginnt die Arbeit in der Küche. Chefin Lena Faske sei sehr nett, betont Christiane. Sie habe vorher Erfahrungen im „Café Koppelschleuse“ in Meppen und im „Café am Dom“ in Haren gesammelt. Beide sind inklusive Gastronomiebetriebe.

Eingesegnet wird der Raum von Pastor Clement Inpa von der Pfarrgemeinde St. Vincentius und dem evangelischen Pastor Detlef Stumpe. „Das wirkliche Leben ist Begegnung“ gilt nach ihren Worten auch für das Café, in dem sich die Menschen nun treffen können. 

Mit der Eröffnungsfeier beginnt für das Café Gutshof der Vollbetrieb. Es ist an fünf Tagen in der Woche auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Angebot wird langsam aufgebaut. Neben Kaffee und Kuchen kann man hier am Wochenende brunchen. Das Café dient zudem als Ausstellungsraum. Aktuell wird die Malerei von Uwe Lange präsentiert.

Anna Solbach