In Lingen am 3. Oktober 2026
Lebendige Erinnerungen
Foto: Stefan Branahl
Lange vorbei: Ein Blick auf Befestigungsanlagen der früheren innerdeutschen Grenze.
Die Veranstaltung ist nicht die erste ihrer Art. Seit über 15 Jahren schon laden die Kirchen in Lingen am Tag der deutschen Einheit Zeitzeugen ein, die wie Stephan Eisel, die Ansprache des Gottesdienstes halten. „Der geschichtliche Hintergrund war uns immer schon wichtig“, sagt Dekanatsreferent Holger Berentzen, der die Veranstaltung auch in diesem Jahr mitorganisiert. „Persönliche Berichte von Menschen sind eindrücklicher als trockene Informationstexte.“
Vor allem die Geschichten aus den Kirchengemeinden in der alten DDR würden inspirieren und Mut machen. Menschen, die sich trotz des Drucks der Diktatur zusammenschlossen und als Gemeinden organisierten oder sich im Rahmen der Montagsgebete aktiv für Veränderungen einsetzten, seien auch heute Vorbilder. Sie erinnerten daran, dass die Kirchen auch politisch wirksam sein können.
Dem Titel „Wie wir im Kanzleramt die Wiedervereinigung erlebten“ folgend liegt der Fokus in diesem Jahr aber auf dem politischen Berlin. Neben seinen eigenen Erfahrungen wird Stephan Eisel auch darauf eingehen, welche Bedeutung der damalige Kanzler Helmut Kohl der Wiedervereinigung im europäischen Kontext beigemessen hat.
Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst durch Regionalkantor Axel Eichhorn.
Die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden laden zu der Veranstaltung am Samstag, 3. Oktober, um 18 Uhr in der Kirche St. Bonifatius (Burgstraße 21, Lingen) ein.