Berufsverband im Bistum Osnabrück (BSPO)
Sozialpädagogen sehen Relevanz
Foto: BSPO
Der Vorstand des Berufsverbandes Soziale Arbeit und Pädagogik im Bistum Osnabrück: Peter Klösener, Susanne Könning, Manuel Kollenberg und Verena Kaumkötter (v.li.)
Der Berufsverband Soziale Arbeit und Pädagogik im Bistum Osnabrück (BSPO) hat auf seiner turnusgemäßen Versammlung Verena Kaumkötter und Susanne Könning in ihren Ämtern bestätigt. Sie bilden den Vorstand zusammen mit Manuel Kollenberg und Peter Klösener, deren Amtszeit erst im kommenden Jahr endet. Transformations- und Dekanatsprozesse, der Zugang von sozialpädagogischen Fachkräften in den Gemeindedienst und Wahlen zum Vorstand standen ebenfalls auf der Tagesordnung der Vollversammlung im Kolping-Bildungshaus-Salzbergen.
Im Rahmen eines Rückblicks auf den Tag der Begegnung, zu dem die Bistumsleitung im September eingeladen hatte, machte Bruno Krenzel, Bevollmächtigter des Generalvikars, deutlich, der Bischof habe zum Experimentieren eingeladen. Dabei seien vier der acht vom Bistum benannten Orientierungspunkte besonders relevant für Sozialpädagogen. Wenn es um die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements, die kompetente Unterstützung von Menschen in Krisen, die Vernetzung in der Zivilgesellschaft und die Erschließung neuer Orte in der Kirche gehe, könne die Berufsgruppe wertvolle Perspektiven einbringen.
Annika Kollmer aus dem Bereich Gemeindeentwicklung und Organisationsberatung wies im Zusammenhang mit den seitens des Bistums geplanten Dekanatsprozessen auf die Chancen sozialpastoraler Innovationen hin. Mit den dabei vorgesehenen Entwicklungs- und Innovationsstellen sei es möglich, neue Schwerpunkte in den Regionen zu setzen. Dafür werde dann auch das Einbringen sozialpädagogischer und sozialarbeiterischer Qualifikationen notwendig sein.
Der unter Mitwirkung des BSPO-Vorstands bereits vor zwei Jahren entstandene Entwurf eines Statuts für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen im Gemeindedienst soll nun in Kürze auch offiziell durch die Veröffentlichung im Kirchlichen Amtsblatt in Kraft gesetzt werden, so Wilfried Prior vom Personalreferat des Bistums. Hinsichtlich der für einen Einsatz im Gemeindedienst erforderlichen Qualifizierungen sehen die Mitglieder des BSPO aber durchaus noch Handlungsbedarf. Die im Rahmen der bisherigen Tätigkeiten im kirchlichen Dienst erworbenen Erfahrungen müssten diesbezüglich noch deutlicher Anerkennung und Berücksichtigung finden, als es bisher der Fall sei.
Peter Klösener
Der BSPO hat 112 Mitglieder und ist bundesweit der einzige Berufsverband sozialpädagogischer Fachkräfte im kirchlichen Dienst. Er vertritt die Positionen und Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem Bistum und in der Öffentlichkeit, fördert die Profilierung des Berufsbildes und unterstützt die Vernetzung mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Gruppierungen.