Bildungsgut Schmochtitz St. Benno

Bistum Dresden-Meißen gibt Bildungsgut ab

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Bildungsgut Schmochtitz St. Benno
Nachweis

Foto: Bildungsgut Schmochtitz St. Benno

Das Bistum Dresden-Meißen sucht für das Bildungsgut Schmochtitz einen neuer Träger. Der Betrieb ist bis zum 31. Juli 2027 gesichert.

Das Bistum Dresden-Meißen gibt das Bildungsgut Schmochtitz St. Benno bis zum 31. Juli 2027 ab. Vorzugsweise soll ein neuer Träger das Haus spätestens dann in seiner jetzigen Form übernehmen. Parallel prüft das Bistum alternative Nutzungskonzepte und Angebote, falls kein neuer Träger das Bildungsgut fortführen kann.

Die Entscheidung ist Teil des Strategieprozesses, mit dem das Bistum seit 2019 auf dauerhaft sinkende Mittel und Ressourcen reagiert. Dazu gehört, dass der Strukturbeitrag finanzstärkerer, westdeutscher Bistümer, der den Aufbau im Osten über Jahrzehnte mitgetragen hat, seit Jahren sinkt und seit diesem Jahr auch in letzter Höhe von rund zehn Millionen Euro entfallen ist.

Vor diesem Hintergrund muss das Bistum für Schmochtitz alternative Lösungen prüfen: Als Bildungsgut verzeichnet Schmochtitz trotz anhaltender Bemühungen ein durchschnittliches jährliches Defizit von gut 700 000 Euro.

Bischof Heinrich Timmerevers weiß um die Bedeutung des Ortes und die besondere Verantwortung, die nun aus der Entscheidung erwächst: „Schmochtitz ist über Jahrzehnte ein Ort des Glaubens, der Begegnung und der Bildung. Dass wir uns absehbar davon trennen müssen, ist ein schmerzlicher Verlust. Als Bistum werden wir diesen schwierigen Prozess unterstützen, sodass auch in Zukunft Erfahrungsräume für Glaube, Gemeinschaft und Bildung möglich bleiben.“

Generalvikar Andreas Kutschke ordnet die Entscheidung im Gesamtauftrag des Bistums ein: „Wir treffen diese Entscheidung aus Verantwortung für den Auftrag der Ortskirche. Gerade weil Schmochtitz uns viel bedeutet, haben wir lange und gründlich um eine tragfähige Perspektive gerungen. Aufgrund sich zunehmend verschlechternder Rahmenbedingungen müssen wir langfristig leider andere Wege beschreiten.“

// Michael Baudisch, Pressesprecher des Bistums Dresden-Meißen