Anstoß 06/2026
Bruce Springsteen
Als Trumps schwerbewaffnete Eingreiftruppe ICE im Januar in Minneapolis zwei Unschuldige erschießt, schreibt Springsteen den Song: „Streets of Minneapolis“. Was war geschehen? Die ICE, die illegale Einwanderer aufspüren soll, tötet eine Familienmutter und einen Krankenpfleger, die friedlich dagegen protestieren. Beide Amerikaner. Als das rauskommt, behauptet die Truppe, in Notwehr gehandelt zu haben. Dummerweise gibt es Dutzende Kameraaufnahmen. Die zeigen, dass das schlicht gelogen ist.
In Springsteens Song heißt es: „Oh Minneapolis, ich höre deine Stimme, die durch den blutigen Nebel singt. König Trumps Privatarmee in ihren Besatzer-Stiefeln hat Pistolen umgeschnallt. Sie sagen, sie sind hier, um das Gesetz durchzusetzen. Doch sie treten unsere Rechte mit Füßen. Wenn deine Haut schwarz oder braun ist, mein Freund, kannst du sofort befragt oder abgeschoben werden. Doch wir werden für dieses Land einstehen und für die Fremden in unserer Mitte. Und wir werden uns an die Namen derer erinnern, die gestorben sind, auf den Straßen von Minneapolis.“
Bruce Springsteen hält sich an das christliche Menschenbild von der Würde eines jeden Menschen. Wie auch andere US-Musiker, die aktuell Songs schreiben oder neu texten. Es macht Mut, wenn Rockstars gemeinsam mit vielen kreativ und engagiert für ihre Schwestern und Brüder ihre Stimmen erheben, wo Lüge und Gewalt gegen die Menschenwürde ins Feld ziehen.