Angebot in Osnabrück

Kunst als Beistand für das Leben

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Kunstbild vom leidenden Jesus im Ölberg
Nachweis

Foto: Diözesanmuseum Osnabrück

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Ein Kunstwerk ist Grundlage für das Angebot von Dommuseum und Domseelsorge

Das Diözesanmuseum und die Domseelsorge laden in Osnabrück ein zu einem neuen Veranstaltungsformat. An drei Abenden im März, im Juli und im Oktober schauen Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit zwei Referentinnen auf Kunstwerke in Museum und Domkirche und kommen ins Gespräch: mit anderen und dabei mit uns selbst und ihrem Leben.

Friederike Dorner, Mitarbeiterin im Museum, sagt es so: „Immer wieder ist unser Leben bestimmt von Sorgen, Angst, Wut, Verzweiflung oder Trauer. Wir gehen der Frage nach, ob der Glaube in diesen Situationen Hilfe, Unterstützung oder gar Rettung gibt“, sagt sie. Anhand von Kunstwerken werden Situationen reflektiert und es wird nach Situationen und Bedürfnisse des Lebens gefragt. „Dann spüren wir nach, wie Gott uns seinen Beistand zugesagt hat“, so Dorner. „Dieser Beistand ist, gerade in schweren Lebenslagen, oft nicht leicht zu entdecken und zu glauben. Und doch ist er da, wenn auch vielleicht anders als erwartet.“ 

Von Hoffnung bis Trost

Alle Abende haben einen eigenen Themenschwerpunkt. Einer richtet sich explizit an Hoffnungsuchende, einer an Haltsuchende und einer ist für Trostsuchende. Die Themen richten sich ein wenig nach der Jahreszeit: Um Hoffnung geht es in der Fastenzeit, um Trost im Herbst. Alle drei Abende sind in sich abgeschlossen und können auch einzeln besucht werden. Jede der Veranstaltungen dauert rund zwei Stunden. Neben Friederike Dorner aus dem Museum ist Gemeindereferentin Gisela Püttker von der Domseelsorge dabei.

Abend für Hoffnungsuchende: Mittwoch, 25. März, 18.30 Uhr: Der Gang auf den Ölberg überliefert eine der tiefsten Nachtsituationen, die Jesus durchgemacht hat. In dieser existenziellen Notlage durchleidet Gott selbst die Abgründe menschlicher Existenz. Anhand des Ölberggeschehens werden Jesu Hoffnungsperspektiven ausgelotet, um damit auf eigene Nachtsituationen schließen zu können.

Abend für Haltsuchende: Mittwoch, 8. Juli, 18.30 Uhr: Drei Fragen spüren die beiden Referentinnen an diesem Abend nach: Was gibt mir Halt, wenn um mich herum vieles „ungehalten“ wirkt? Was leitet oder stützt mich? Wie schaue ich auf das, was ich zu tragen habe? Vielleicht, so vermuten sie, führt der Dialog mit der Kunst und mit anderen zu einer Antwort oder einer notwendenden Idee für den eigenen Lebensweg.

Abend für Trostsuchende: Mittwoch, 14. Oktober, 18.30 Uhr: Der Herbst steht bevor und damit auch der sogenannte Trauermonat November, in dem besonders der Toten gedacht wird. Maria steht in besonderer Weise für die Erfahrungen von Tod und dem damit verbundenen Leid, die Trostlosigkeit, die Fragen und die Einsamkeit. Aber vielleicht ist mit Maria auch Trost und Perspektive zu finden. Denn sie steht ebenso für Gottvertrauen und den Glauben an die unendliche Liebe Gottes.

Treffpunkt ist jeweils im Forum am Dom, Domhof 12, Osnabrück. Die Teilnahme ist kostenlos.