Jugendlicher Besuch aus Serbien

Christliche Verbundenheit

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Gruppenforo mit drei Männern und einer Frau. Zwei Personen halten eine Ikone
Nachweis

Foto: Brücken bauen

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Milenko Nedeljkov , Željko Dragić, Bischof Dominicus und Nina Krunić bei der Begegnung mit serbischen Jugendlichen

Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Oflag VI-C sind derzeit serbische Jugendliche zu Gast in der Stadt und im Landkreis Osnabrück. In diesem Lager waren während des Zweiten Weltkriegs rund 6500 jugoslawische Offiziere inhaftiert, darunter 648 jüdischen Glaubens, die dank der Genfer Konvention größtenteils überlebten. Es kam auch zu einem Gespräch mit Bischof Dominicus Meier.

Ein besonderer Höhepunkt des Aufenthalts der serbischen Jugendlichen war der Empfang durch Bischof Dominicus, den die Teilnehmer als "sehr herzlich" beschreiben. In seiner Begrüßung sprach der Bischof über die Verantwortung der Kirche für Frieden und Versöhnung und schlug einen Bogen vom Dreißigjährigen Krieg und dem Westfälischen Frieden hin zur heutigen europäischen Verantwortung. Er zeigte sich erfreut, junge Menschen aus Serbien in seinem Bistum willkommen heißen zu können.

Neben dem Besuch beim Bischof wurden die Jugendlichen auch in der Samtgemeinde Bersenbrück von Bürgermeister Michael Wernke empfangen. Die Begegnung fand vor dem Hintergrund der bestehenden Partnerschaft statt und unterstrich die Bedeutung kommunaler und internationaler Zusammenarbeit.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Werkstätten der Heilpädagogischen Hilfe in Bersenbrück, wo die Jugendlichen traditionelle serbische Tänze und Musik präsentierten. Die Begegnung mit Menschen mit Behinderungen machte deutlich, dass Inklusion und kultureller Austausch untrennbar zusammengehören und dass jeder Mensch ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft ist.

Organisiert wurde der Besuch vom Verein "Brücken bauen", der sich seit vielen Jahren im Landkreis Osnabrück, im Bistum sowie in Serbien für interreligiösen Dialog, Erinnerungskultur und Jugendbegegnungen engagiert und enge Kontakte zur serbisch-orthodoxen, katholischen, evangelischen und jüdischen Gemeinde pflegt. Željko Dragić, Vorsitzender des Vereins, betonte: „Gerade junge Menschen zeigen uns, wie Erinnerung zu Verantwortung und Begegnung zu echter Versöhnung werden kann. Dass unser Bischof die Jugendlichen so herzlich empfangen hat, ist ein starkes Zeichen gelebter christlicher Verbundenheit.“