Das Leid gemeinsam ertragen

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Der Lübecker Kreuzweg im vergangenen Jahr.  Mit dabei ist die ukrainische Generalkonsulin Iryna Tybinka.
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Foto: Marco Heinen

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Der Lübecker Kreuzweg im vergangenen Jahr.  Mit dabei ist die ukrainische Generalkonsulin Iryna Tybinka (rechts neben dem Kreuz).

Im Erzbistum Hamburg haben zahlreiche ökumenische Kreuzwege Tradition. Einige davon stellen das Leiden Christi in Beziehung zur Gegenwart oder zur
jüngeren Geschichte – etwa der große und alte Kreuzweg in Lübeck.

Hamburg (hix). Mehrere Kreuzwege mit thematisch sehr unterschiedlichen Schwerpunkten finden zum Ende der Passionszeit im Erzbistum Hamburg statt. Einer der größten bundesweit – meist nehmen zwischen 700 und 1000 Menschen teil – wird wie immer am Karfreitag, 29. März in Lübeck gegangen. Dort steht der 19. ökumenische Kreuzweg diesmal unter der Überschrift „Was eint“. Start ist um 10 Uhr an der evangelischen Seefah­rerkirche St. Jakobi am Koberg. Die Wortbeitrage an den fünf Stationen sprechen Erzbischof Stefan Heße (an St. Jakobi) und Bischöfin Kirsten Fehrs (auf dem Jerusalemsberg). Den zweiten Impuls am Burgtorkloster wird Kristina Herbst sprechen, Präsidentin des schleswig-holsteinischen Landtags. Weitere Redner sind Marita Glöckner, Leiterin der Utkiek-Grundschule aus Lübeck-Kücknitz und Matthias Baerens, Autor und Journalist aus Schwerin.

In Mecklenburg hat ein Kreuzweg Tradition, der in jedem Jahr von Lüssow nach Güstrow führt. Sieben Kilometer sind es dort von der evangelischen Kirche in 
Lüssow zur katholischen Kirche in Güstrow. Auf dieser Strecke tragen die Teilnehmer abwechselnd ein vier Meter hohes Kreuz aus Holz.

Der ökumenische Kreuzweg der Jugend wird in vielen Gemeinden gegangen. Dieser Kreuzweg findet in jedem Jahr am Freitag vor Palmsonntag statt. Seit 1972 erstellt ein evangelisch-katholisches Team die Texte und Bildvorlagen. Ein großer Kreis junger und nicht mehr junger Menschen betet und geht diesen Jugendkreuzweg im Schlosspark Neu Sammit. Beginn ist in diesem Jahr am 22. März um 17.30 Uhr. In Hamburg findet am Karfreitag – inzwischen zum 24. Mal – der „Kreuzweg für die Rechte von Geflüchteten“ statt. Mit der Überschrift „Bin ich denn ein Verbrecher?“ wird Bezug auf ein Wort Jesu aus der Passionsgeschichte des Markusevangeliums (Mk 14,48) genommen. 

Seit inzwischen über 40 Jahren geht außerdem die katholische Gemeinde St. Marien in Hamburg-Bergedorf bereits am Palmsonntag (24. März) den Kreuzweg rund um das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme.

hix