Bundesweite "Mut-Tour" startet in Bremen

Für einen offenen Umgang mit Depressionen

Image
Wanderteam auf einer Mut-Tour
Nachweis

Foto: www.mut-tour.de

Caption

Ein Wanderteam mit Pferd auf einer "Mut-Tour". Foto: www.mut-tour.de

Mit einer bundesweiten „Mut-Tour“ wollen Aktivisten in diesem Jahr erneut für einen offenen Umgang in der Gesellschaft mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen werben. Die 13. Aktion dieser Art startet am 1. Juni auf dem Marktplatz in Bremen.

Das Motto der aktuellen Tour, die per Rad und zu Fuß über 3800 Kilometer führt und bis in den September läuft, lautet „Mut zur Selbsthilfe – Unterstützung sichtbar machen“. Daran beteiligen sich in diesem Sommer 65 Aktive, wie Jonas Julino und Dominique Seeger vom Organisationsteam der Tour mitteilten. „Auftakt ist eine große achttägige Mut-Wanderung von Bremen nach Cloppenburg.“ Privatpersonen könnten spontan mitwandern, für größere Gruppen sei eine Absprache sinnvoll. Auf der Website www.mut-tour.de gibt es dazu mehr Informationen.

Eine zweite Wanderung führt mit Pferdebegleitung ab dem 17. August von Hamburg nach Uelzen. Weitere Teilnehmende sind den Angaben zufolge auf Tandems unterwegs. Neben den beiden Wanderteams gibt es insgesamt zehn Tandemgruppen. Der Abschluss der diesjährigen Tour soll am 3. September in Osnabrück gefeiert werden.

Die Touren richten sich laut Organisatoren an Menschen mit und ohne Depressionserfahrungen. Das Angebot sei ausdrücklich nicht nur für Sportlerinnen und Sportler geeignet. Seit dem Start der Initiative 2012 hätten 251 depressionserfahrene und -unerfahrene Menschen mehr als 46 000 Kilometer zurückgelegt, bilanzierte der Bremer Projektleiter Sebastian Burger.

Dabei seien unterwegs über 4500 ermutigende Zeitungsartikel sowie Hunderte Online-, Radio- und TV-Veröffentlichungen zum Thema auf den Weg gebracht worden, ergänzte Burger. Er hatte die Tour ins Leben gerufen, nachdem er erlebt hatte, wie es einer Freundin ging, die an Depressionen erkrankt war. Trägerverein der Mut-Tour ist seit 2022 der eigens dafür gegründete Verein „Mut fördern“, der daneben noch weitere Aktionen der Selbsthilfe anbietet. (epd)