Nach Trump-Attacke: Reaktionen von Katholiken auf der ganzen Welt

Kirche und Politik in Italien reagieren auf Trumps Kritik am Papst

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Vatikangebäude mit blauem Himmel
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Deutsche Bischofskonferenz/Maximilian von Lachner

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Angriffe von US-Präsident Donald Trump gegen Papst Leo XIV. haben unter Katholiken auf der ganzen Welt eine Welle der Solidarität mit dem Kirchenoberhaupt ausgelöst. 

Mit seiner heftigen Kritik an Papst Leo XIV. hat US-Präsident Trump einige Steine ins Rollen gebracht. Auch in Italien ist das Echo lebhaft und kritisch.

Die Verbalattacke von US-Präsident Donald Trump gegen Papst Leo XIV. hat in Italien lebhafte Reaktionen in Kirche und Politik ausgelöst. Die Italienische Bischofskonferenz bekundete Solidarität mit dem Papst. Der Vorstand der größten Bischofskonferenz Europas schloss sich explizit dem Vorsitzenden der US-Bischofskonferenz an. Erzbischof Paul Coakley hatte erklärt, der Papst sei kein politischer Gegner, sondern als Nachfolger Petri berufen, Frieden, Wahrheit und dem Evangelium zu dienen.

Italiens Kirche bekundete Leo zudem Nähe und Zuneigung und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass alle ihm den gebührenden Respekt für seine Person und sein Amt entgegenbringen. Mehrere katholische Laien-, Jugend- und Studentenorganisationen teilten mit, sie fänden Trumps Äußerungen "unangemessen, vulgär und respektlos".

In der Politik reagiert zuerst die Linke

In Italiens Politik reagierten zuerst Politiker des linken Spektrums und bekundeten Abscheu für Trumps Papst-Kritik; sie stellten sich auf die Seite der jüngsten päpstlichen Friedensbotschaften. Die Parteivorsitzende der Linksdemokraten, Elly Schlein, schrieb: "Den Papst wegen seines eindringlichen Appells für Frieden, Dialog und die Würde des Menschen zu beleidigen, ist ein äußerst schwerwiegender Akt, der eine Kultur der Unterdrückung offenbart, die keine freien Stimmen duldet!"

Erst mit einigen Stunden Verzögerung reagierten auch die Spitzen der regierenden Mitte-Rechts-Koalition. Regierungschefin Giorgia Meloni sandte zunächst nur ein sehr allgemeines Signal und schrieb: "Möge das Wirken des Heiligen Vaters, dem Weg seiner Vorgänger folgend, zur Beilegung von Konflikten und zur Wiederherstellung des Friedens beitragen."

Auch Außenminister Antonio Tajani bekundete anfangs nur allgemein Respekt für den Papst. Schließlich reagierte Lega-Chef Matteo Salvini und nannte Trumps Kritik am Papst in einem TV-Interview "weder sinnvoll noch klug". Der Papst sei ein Symbol des Friedens und ein geistlicher Führer für mehr als eine Milliarde Katholiken.

kna