Schwerpunkt: Interview mit drei katholischen Geistlichen

"Priestersein ist mein Weg als Christ"

Image
Gutes Gespräch: die Priester Marc Weber, Christian Städter und Thilo Wilhelm mit Chefredakteur Ulrich Waschki
Nachweis

Foto: Katrin Kolkmeyer

Caption

Gutes Gespräch: die Priester Marc Weber, Christian Städter und Thilo Wilhelm mit Chefredakteur Ulrich Waschki.

Laien übernehmen immer mehr Aufgaben in der Kirche: Gemeindeleitung, Predigt, Beerdigung. Wofür braucht es da noch Priester? Und: Was macht ihr Leben aus? Wir haben drei Priester zum Gespräch gebeten – über Selbst- und Fremdbilder, Gottes- und Menschennähe und die Frage, ob sie den Beruf noch einmal wählen würden.

Vor einiger Zeit hat ein Priester unserer Redaktion gesagt: „Wenn ich gewusst hätte, was Laien heute alles dürfen, hätte ich gar nicht Priester werden müssen.“ Da klingt eine große Unzufriedenheit mit dem Lebensmodell und der Entwicklung in der Kirche mit. Hand aufs Herz: Haben Sie so einen Gedanken in den letzten Jahren auch gehabt? 

Christian Städter: Ich nicht, nein. 

Thilo Wilhelm: Ich auch nie. Erstens war zu der Zeit, als ich im Seminar war, schon klar, wohin die Entwicklung gehen wird. Aber vor allem habe ich mich nie verstanden als jemand, der Priester ist, weil er was darf, was andere nicht dürfen.

Marc Weber: Für mich war immer klar, dass meine Aufgabe als Priester ist, Menschen zu begleiten. Ich sehe, dass das nicht weniger wird, sondern eher mehr. Als Kaplan war ich in einer sehr volkskirchlichen Gemeinde. Da brauchte man den Kaplan für die Jugendarbeit. Ich war Manager, Organisator und Zeltlagerbegleiter. So richtig als Priester wurde ich nicht gebraucht. Das hat erst in den letzten Jahren zugenommen.

Warum sind Sie Priester geworden?

Städter: Ich habe wahrgenommen, dass meine Lebensaufgabe darin besteht, in der Kirche Gott erfahrbar zu machen. Vor allem durch die Art, wie ich lebe, wie ich meinen Glauben lebe. Indem ich anderen Menschen ein Beispiel sein kann und sie begleite. 

Wilhelm: Das ist bei mir ähnlich. Zum Priestersein gehören für mich aber auch organisatorische, gesellschaftliche und kulturelle Aufgaben. Wenn es gut läuft, freuen sich die Menschen, dass man da ist. Im Laufe der Zeit stellte sich immer mehr die Frage, ob das mein Weg der Nachfolge ist. Und ich wollte es dann zumindest versuchen. Es ist mein Weg, mein Christsein zu leben.

Welche Rolle spielt es für Sie, durch diesen Weg das eigene Leben Gott zu widmen und es gewissermaßen zu heiligen? 

Weber: Das ist ein wichtiger Punkt. Ich habe lange Zeit meinen priesterlichen Dienst über den Dienst definiert. Ich habe gesagt, ich bin für die Menschen da. Mir ist aber jetzt in Exerzitien noch einmal sehr klar geworden, dass ich durch die Wahl der zölibatären Lebensform eine besondere Verbindung mit Gott eingegangen bin. Ich vertraue mich ihm an und glaube, dass das, was ich tue, von ihm gehalten wird. Dieses Verhältnis zu Gott ist meine erste Berufung. 

Städter: Es wird heute oft diskutiert, dass man das Priestersein eben nicht allein über das Tun definieren kann. Macht man das, ist man schnell bei dem Punkt, dass andere bestimmte Tätigkeiten genauso gut erledigen können. Man muss den Schwerpunkt auf das Sein legen: Wie gestalte ich meine Beziehung zu Gott? Wie mein Leben? Und wie tue ich aus dieser Beziehung meinen Dienst? 

Das persönliche Leben macht also den Priester aus?

Christian Städter
Christian Städter,46 Jahre alt, Priester-weihe 2007, Spiritual des Priesterseminars und Domvikarin Paderborn. Foto: Katrin Kolkmeyer

Städter: Auf jeden Fall. Meine Person oder wie ich die Dinge angehe, ist entscheidender als welche konkreten Aufgaben ich habe.

Stimmt der Eindruck, dass vor allem junge Priester sich sehr auf die Liturgie und persönliche Frömmigkeit konzentrieren, dass also die eigene Gottesbeziehung die anderen Bereiche des Priesterseins überdeckt, die Sie jetzt geschildert haben?

Städter: Das wäre dann vielleicht eher die Berufung eines Mönches und weniger die eines Diözesanpriesters. Was ich bei Priesterkandidaten wahrnehme, ist, dass es für unsere Generation und die Generationen vor uns viel einfacher war, Halt zu finden. Selbst innerhalb der Kirche. Die jungen Priester wenden sich nach innen, um selbst Halt zu finden in ihrer Aufgabe und Entscheidungsfindung.

Das kann schnell ein verkürztes Rollenverständnis werden.

Städter: Ich habe eine Autobiografie gelesen von einem Priester aus der Tschechoslowakei, der im Geheimen zum Priester geweiht wurde. Er hat seinen priesterlichen Dienst gelebt, ohne dass viele Menschen wussten, dass er Priester ist. Wie würde ich denn mein Priesteramt leben, wenn nur ein kleiner Teil in der Gemeinde weiß, dass ich Priester bin? Dann ist nicht entscheidend, was du tust, sondern mit welcher inneren Haltung du den Menschen begegnest. Gerade heute in der säkularisierten Welt, wo immer weniger Menschen wissen, was ein Priester ist, wird diese Perspektive immer wichtiger.

Wilhelm: Ich hatte in den letzten fünf Jahren eine Aufgabe in der Bistumsverwaltung. Ich war für das Seelsorgepersonal zuständig. Dafür muss man überhaupt nicht Priester sein. Für mich war aber entscheidend, dass ich meine Aufgaben bewusst als Priester gemacht habe. Aus meiner Spiritualität heraus. 

Was unterscheidet den Priester als Gemeindeleiter oder in der Verwaltung vom Menschen ohne Weihe? 

Weber: Auf jeden Fall der Zölibat. Ich gestalte mein Leben so, dass Gott mein Partner ist. Das kann man natürlich auch in der Ehe und in seinem Beruf tun. Für mich ist das wie ein Rückzugsraum. Ich lebe aus dieser Gebetsquelle, in der ich mich vergewissere, dass es Gott ist, auf den ich mich verlassen kann. Dann ist es mein Auftrag, in der Liturgie und in der Feier der Sakramente Menschen zuzurüsten, ihnen eine Hilfe zu geben, für das, was sie tun und wie sie in der Welt leben. 

Meinen Job als Chefredakteur einer Kirchenzeitung haben früher Priester gemacht. Wie unterscheidet sich das denn konkret?

Weber: Das würde sich äußerlich sicher nicht unterscheiden. Man hat als Priester aber sein Leben Gott und der Kirche unmittelbar zur Verfügung gestellt und gibt so Zeugnis. Man hält allein dadurch die Frage nach Gott wach, indem man dort ist und arbeitet, wo man gebraucht wird. Insofern ist der Priester immer ein Zeichen dafür, dass Gott in der Welt wirkt. Allein dadurch, wie er seinen Dienst angeht. 

Ist die Verfügbarkeit ein entscheidendes Kriterium, das einen Priester von anderen Menschen unterscheidet? Dass Sie sich, gerade auch in der zölibatären Lebensform, ganz der Kirche und dem Bischof zur Verfügung stellen können?

Weber: Das ist natürlich ein praktischer Aspekt. Das ist ein hohes Gut, mit dem ein Bischof auch gut haushalten sollte. Aber auch Getaufte können von sich sagen, dass sie etwas aus ihrer Glaubensüberzeugung heraus tun. Das ist das Priesterliche der Taufberufung aller Gläubigen: Alle sollen die Gegenwart Gottes sichtbar machen. Es gibt diese beiden Pole – das Taufpriestertum, also das gemeinsame Priestertum aller, und das besondere Priestertum im Weiheamt. Durch die Sakramente, durch unseren Lebensstil und unser Zeugnis können wir die Getauften stärken und darauf hinweisen, dass sie auch diese priesterliche Berufung haben.

Thilo Weber
Thilo Wilhelm, 51 Jahre alt, Priesterweihe 2007, Dompfarrer und Domkapitular in Osnabrück. Foto: Katrin Kolkmeyer

Wilhelm: Die Verfügbarkeit ist nur eine Facette der priesterlichen Rolle. Aber natürlich bin ich verfügbarer als jemand, der eine Familie hat. 

Städter: Die Verfügbarkeit fällt so ins Auge, weil sie heutigen Idealen wie der Selbstverwirklichung entgegensteht. Ich habe dem Bischof versprochen, dass er mich dort einsetzen kann, wo er mich braucht. Das ist ein Stachel im Fleisch, gegen vieles, was heute angestrebt wird. Das ist wieder ein Verweis auf Gott. Ich bin verfügbar, weil für mich das höchste Gut ist, dass das Reich Gottes verkündet wird. 

Vorhin ging es darum, als Priester gebraucht zu werden. Was heißt das? 

Städter: Da gibt es eine große Diskrepanz. Auf der einen Seite wird immer gesagt, die Priester erlitten heute einen großen Bedeutungsverlust. Sie würden immer weniger gebraucht und nachgefragt. Wenn wir aber in unsere Terminkalender schauen, werden wir immer mehr nachgefragt. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass es immer weniger Priester gibt. 

Wilhelm: Ich habe jede Woche Anfragen, dass Leute einen Priester sprechen möchten, was sicher auch an der besonderen Situation in der Stadt und am Dom liegt. Und sicher führen auch die anderen Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem Team solche Gespräche. Aber viele Menschen wenden sich an den Pfarrer. Vielleicht ist das etwas Klerikales, vielleicht wollen manche immer erst mal zum Chef. Aber nach meiner Wahrnehmung ist die Nachfrage nach Gesprächen mit einem Priester stärker als früher.

Weber: Das erlebe ich ähnlich. Ich werde konkret angefragt als Seelsorger. Wir sind eine sehr internationale Gemeinde mit 90 Nationalitäten. Bei uns werden konkrete Sakramente angefragt: Krankensalbung, Beichte, die Eucharistie sowieso. Da werde ich gebraucht. Ich merke aber auch bei einigen das Bedürfnis, den Glauben besser kennenzulernen. 

Was meinen Sie damit?

Weber: Sie wollen wissen, was es heißt, Christ zu sein und als Christ zu leben. Meine Aufgabe ist, Menschen zu stärken und zu ermutigen, dass sie auch etwas tun können. Also nicht nur in der Gemeinde. Sie können in die Welt hineinwirken und ihren Glauben leben. Es gibt Bedarf, dafür Orientierung zu geben. 

Sind Sie als Priester sozusagen die Spezialisten für den Glauben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft?

Städter: Natürlich hat jeder Priester Theologie studiert und ist da fachlich hoffentlich etwas gerüstet. Aber es ist vor allem der Aspekt, dass man selbst existenzielle Erfahrungen macht mit Gott, allein durch die Lebensform, und sich immer wieder mit ihm auseinandersetzt. Da ist es natürlich, dass einem dann vielleicht von Gläubigen gewisse Erfahrungswerte zugeschrieben werden, sodass man um Rat gefragt wird.

Wilhelm: Es scheint manchmal so zu sein, dass Menschen sagen: Es ist gut, dass da so einer am Ort ist. Für alle Fälle. Das hat so was Italienisches, wo die Leute auch nicht immer alle in die Kirche gehen …

Weber: Der Gottesmann …

Wilhelm: … ja, der hat so ein bisschen was Schamanenhaftes vielleicht, wenn man das augenzwinkernd sagen will. Aber zumindest hier in der Innenstadt von Osnabrück erlebe ich, dass Gespräche nachgefragt werden von Menschen, die nicht ständig in die Kirche kommen. Es ist vielleicht das Gefühl, da am Dom wird es wohl irgendjemanden geben, den man ansprechen kann.

Städter: Das nimmt in einem säkularisierten Umfeld natürlich zu, weil die Frage nach Gott immer geheimnisvoller wird, je weniger sich die Gesellschaft damit beschäftigt. In Paderborn feiere ich in einem Krankenhaus mit Geburtsstation Gottesdienste. Mir ist es schon ein paar Mal passiert, dass ich schwangeren Frauen mit ihren Männern begegnet bin, die mich fragten, ob ich Priester sei und sie segnen könne. Vor der Entbindung oder vielleicht einer Operation. 

Das könnten Laien aber doch auch tun. 

Städter: Natürlich können auch Laien segnen. Aber ich glaube, in einer säkularisierten Gesellschaft wird das dem Priester noch mal viel stärker zugeschrieben. Priester werden, wenn man so will, gelesen nach dem Motto: Das ist der Mann Gottes. 

Marc Weber, 49 Jahre alt, Priesterweihe 2004, Pfarrer in Bremen. Foto: Katrin Kolmeyer

Wilhelm: Ich glaube, dass Ordensleute ähnliche Erfahrungen machen. Das sind Menschen, die sind äußerlich sichtbar von der Kirche. Aber natürlich können die Gespräche, die ich führe, auch eine Gemeinde- oder Pastoralreferentin führen. Wenn es nicht gerade die Beichte ist. Trotzdem melden sich die Menschen aber bei mir. 

Heute werden viele Aufgaben, die früher Priester erledigt haben, wegen des Priestermangels delegiert. Es gibt Wortgottesfeiern, Beerdigungen durch Laien, im Bistum Osnabrück sogar Taufen durch Laien. Was ist für Sie der unaufgebbare Kern Ihres Amtes? Was kann nicht delegiert werden? 

Städter: Wie viele Jahre hat die Kirche in Japan ohne Priester überlebt? 

Weber: Mehr als zwei Jahrhunderte.

Wilhelm: Für mich persönlich stellt sich diese Frage deshalb gar nicht. Das ist überhaupt nicht mein Thema. 

Weber: Für mich sind die Sakramente entscheidend. Die Taufe war für mich immer ein egalitäres Sakrament. In Notfällen kann jeder taufen. Aber wenn ich im Beichtstuhl sitze und den Menschen die Lossprechung gebe, ist das für mich eine priesterliche Aufgabe. Die Kirche ist natürlich frei, das Weihesakrament auch anderen zur Verfügung zu stellen. Aber es ist Aufgabe des Weihesakraments, Sünden zu vergeben und die Eucharistie zu feiern. Das ist der Auftrag an die Apostel gewesen. Das sehe ich als meinen Auftrag für die Menschen. 

Wilhelm: Das sind natürlich Kernbereiche. Für mich ist aber nicht wichtig, dass sie exklusiv sind, sondern dass sie für meine Rolle als Priester unaufgebbar sind. Das merke ich in der Eucharistie, aber noch stärker in der Beichte. Da erlebe ich, wie Menschen das eine Hilfe ist. Natürlich durch das Gespräch, aber auch, weil sie darauf vertrauen: Mir wird jetzt von Gott zugesprochen, dass die Sünden vergeben sind. Da erlebe ich mich wirklich als Priester.

Städter: Und zwar unabhängig davon, ob das andere Leute auch machen oder nicht.

Wilhelm: Genau. 

Städter: Wenn andere diese Sakramente auch spenden dürften, würde mich das in meinem Priestersein nicht infrage stellen.

Sie sind offenbar sehr klar in Ihrer Identität und Ihrem Rollenverständnis. Manche Mitbrüder sind eher verunsichert, oder?

Weber: Wenn diese Verunsicherung da ist, liegt es doch eher daran, dass man nicht mehr erlebt, dass man gebraucht wird. Es gibt sicher auch Mitbrüder, die es als negativ erleben, wenn sie Verantwortung abgeben. In der Liturgie, aber auch in der Verwaltung. Weil sie alles in der Hand halten wollen. Das ist eher eine Frage des Leitungsverständnisses. Wir müssen Priester viel stärker ermutigen, gut zu delegieren und Leute wachsen zu lassen. Das haben wir so nicht gelernt.

Ein solches Verständnis setzt voraus, dass ich selbst ein klares Profil habe und in meinem eigenen Standpunkt sicher bin

Städter: Genau. Und vor allen Dingen, wie wir vorhin gesagt haben, dass ich meine eigene priesterliche Identität nicht über mein Tun definiere, sondern über meine Gottesbeziehung. 

Der Pastoraltheologe Matthias Sellmann sagt, wir organisieren die Pastoral um den Priestermangel herum. Wir delegieren bislang priesterliche Aufgaben an Laien und lernen, dass es auch gut ohne Priester geht. 

Wilhelm: Das ist die Realität. Aber nehmen wir Wortgottesfeiern. Natürlich weiß ich, dass wir wahrscheinlich nicht so viel über Wortgottesfeiern reden würden, wenn wir eine Heerschar von Priestern hätten, die alle ständig Messen feiern würden. Aber dennoch sind Wortgottesfeiern eine Chance, weil sie eine Vielfalt von Gottesdienstformen ermöglichen – und zeigen, dass spirituelles Leben und Liturgie mehr ist, als Messen zu feiern. 

Städter: Trotzdem kann man weiterhin hochhalten, dass die Eucharistie für uns das Zentrum in der Kirche, also Quelle und Höhepunkt ist, wie es das Konzil sagt. Aber es gibt eben nicht nur das Zentrum, sondern auch verschiedene Dinge drumherum, die mir Zugänge zu Gott eröffnen. Auch für Menschen, die eher fernstehend sind.

Weber: Meine Vision wäre, unsere Priester und unser hauptamtliches Personal als Multiplikatoren zu betrachten, die Menschen ermutigen und ausrüsten für ihr eigenes Tun. Das wäre für mich ein positiv besetztes Priesterbild und eben nicht nur eine Mangelverwaltung.

Warum lohnt es sich, 2026 noch Priester zu werden? Was würden Sie einem jungen Mann sagen?

Städter: Weil man eine Aufgabe hat, die über alles Irdische und Weltliche hinausgeht.

Wilhelm: Erst mal würde ich das „noch“ aus der Frage streichen. Es lohnt sich 2026 genauso wie 2007 und 2004 oder auch 20 oder 50 Jahre davor. Es ist erfüllend, weil es eine schöne Weise ist, das Christsein zu leben. Ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, dass es die sakramentale Struktur der Kirche gibt. Es ist gut, dass es Personen gibt, die dafür stehen. Die auch dafür stehen, dass es im Leben mehr gibt als das, was wir täglich erleben. Mir gibt dieser Weg die Möglichkeit, mich den ganzen Tag mit den Dingen zu beschäftigen, die mir wichtig sind.

Weber: Für mich lohnt es sich immer noch, weil es sehr berührend ist, konkret mitzuerleben, wie Gott einen in Dienst nimmt und sich daran bindet, was ich tue. Es ist schön zu sehen, dass er wirkt und man so was wie sein Werkzeug sein kann.

Interview Ulrich Waschki

Liebe Leserin, lieber Leser!

Oft hören wir von Ihnen in Gesprächen und E-Mails, wie wichtig Ihnen Priester sind – und wie sehr Sie die Frage beschäftigt, welche Rolle sie in der Kirche spielen können. Deshalb haben wir dieses ausführliche Interview geführt. 

Nun bitten wir Sie um Ihre Meinung. Schreiben Sie uns: Wofür brauchen wir heute Priester? Warum sind sie wichtig? Welche Aufgaben können und sollen sie erfüllen – in einer Zeit, in der der Priestermangel sich immer mehr verschärft?

Antworten bitte per E-Mail an redaktion@bistumspresse.de oder per Post an Verlagsgruppe Bistumspresse, Schillerstraße 15, 49074 Osnabrück