Christophorus-Werk eröffnet neue Einrichtung in Nordhorn-Klausheide

Schutz für Kinder in akuter Notlage

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eine Gruppe von Menschen
Nachweis

Foto: Christophorus-Werk Lingen 

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Das Team der neuen Inobhutnahme-Stelle in Klausheide freut sich auf die Arbeit in den  neuen Räumlichkeiten. V. l. Malte Bühner, Anne Kribber, Jana Krull, Lynne Bergmann, Rebecca Büscher, Gertrud Smoor, Henning Fuest und Andreas Schmidt

Das Lingener Christophorus-Werk hat im Nordhorner Ortsteil Klausheide eine neue Einrichtung für Kinder und Jugendliche in akuten Notlagen eröffnet. Die Wohngruppe bietet acht Plätze an und ist die erste dieser Art in der Grafschaft Bentheim und im Landkreis Emsland.

Eine Inobhutnahme erfolgt laut der Christophorus-Werk Kinder- und Jugendhilfe GmbH , wenn das Wohl eines Kindes oder Jugendlichen akut gefährdet ist und schnelles Handeln erforderlich wird. Die neue Wohngruppe bietet jungen Menschen in Krisen- und Gefährdungssituationen Schutz, Sicherheit und Orientierung. Gleichzeitig erhalten sie sozialpädagogische Begleitung, um gemeinsam mit den Jugendämtern und ihren Familien Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Die Einrichtung verfügt über acht Einzelzimmer. Sechs Plätze befinden sich im Haupthaus, zwei weitere in einem separaten Bereich. Dieser bietet zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten für Jugendliche, die besondere Ruhe und Stabilität benötigen.

Verlässlich und wohnortnah

Die neue Wohngruppe entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Christophorus-Werk, dem Landkreis Grafschaft Bentheim und der Stadt Lingen. Der Landkreis Grafschaft Bentheim hat dauerhaft zwei Plätze gebucht, die Stadt Lingen einen weiteren. Damit stehen den Jugendämtern künftig verlässliche und wohnortnahe Kapazitäten zur Verfügung.

„Mit der Schaffung dieser Wohngruppe erfüllt sich für uns ein langjähriges Anliegen. Besonders wichtig war uns dabei die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit den beteiligten Jugendämtern und Kommunen. Gemeinsam ist es gelungen, ein Angebot zu schaffen, das jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen schnell und verlässlich Unterstützung bietet“, sagte Klazina Hartholt, Bereichsleitung der Kinder- und Jugendhilfe im Christophorus-Werk. Auch Katrin Möllenkamp, Stadträtin der Stadt Lingen, betonte die gute Zusammenarbeit: „Wir wünschen dem Team des Christophorus-Werkes, dass sich die professionelle, vertrauensvolle und stabile Zusammenarbeit, die wir seit vielen Jahren miteinander erleben, auch in diesem Projekt vor Ort erfolgreich fortsetzt.“ Gunda Gülker-Alsmeier, Kreisrätin des Landkreises Grafschaft Bentheim, hob die Bedeutung des Projekts für die Region hervor: „Mit der neuen Inobhutnahme-Stelle schaffen wir kurze Wege, schnelle Hilfe und verlässliche Strukturen für Kinder und Jugendliche in akuten Notlagen. Gleichzeitig ist dieses Projekt ein hervorragendes Beispiel für gelungene interkommunale und landkreisübergreifende Zusammenarbeit.“

An 365 Tagen rund um die Uhr

Die neue Inobhutnahme-Stelle wird an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr betreut. Ziel ist es, die Jugendlichen zunächst zu stabilisieren und gemeinsam mit den Familien sowie den zuständigen Jugendämtern tragfähige Perspektiven zu entwickeln. Wo immer möglich, wird dabei eine Rückkehr in das familiäre Umfeld angestrebt. Die Freude über die Fertigstellung des Projekts war bei allen Beteiligten deutlich spürbar. Nach mehreren Jahren Planung und Vorbereitung steht nun ein Angebot zur Verfügung, das die Jugendhilfe in der Region nachhaltig stärkt und Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen schnell und wohnortnah Unterstützung bietet.