Osnabrücker Handschlag am 6. August

Als der Friede konkret wurde

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Historisches Bild mit vielen Menschen, die sich die Hand geben
Nachweis

Illustration: Peter Eickmeyer

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Peter Eickmeyer hat anlässlich 375 Jahre Westfälischer Friede 2023 eine Illustration für das Diözesanmuseum geschaffen. Die Grafik ist dort ausgestellt. 

Am 24. Oktober 1648 wurde der Westfälische Frieden geschlossen und einen Tag später verkündet. Grundlage dafür war der sogenannte Handschlag, der bereits am 6. August des gleichen Jahres erfolgte. In Osnabrück wird an den Jahrestag erinnert.

Mehrere Aktionen sind für den 6. August 2026 vorbereitet. Auftakt ist mit einem ökumenischen Gottesdienst, der in der evangelisch-lutherischen Kirche St. Marien beginnt und nach einer Prozession zum Dom dort endet. Den Wandelgottesdienst feiern Regionalbischof Friedrich Selter (ev.-luth.) und Domkapitular Thilo Wilhelm, Pfarrer der katholischen Domgemeinde. 

Kirchencafé: Ab 13.30 Uhr gibt es Erfrischungen im Mariengarten, der Weg dorthin ist an der Rückseite des Gotteshauses St. Marien ausgeschildert. Bei schlechtem Wetter geht es ins Gemeindehaus in der Turmstraße.

Erklärungen des in der Kirche befindlichen historischen Stadtmodells bietet Susanne Tauss (Landschaftsverband) um 13.30 und 14.45 Uhr an.

Im Chorumgang wird eine Ausstellung gezeigt: „Miteinander leben“ informiert über die Reformation und Konfession im Osnabrücker Land in der Zeit zwischen 1500 und 1700.

Ein Höhepunkt ist dann sicherlich die Lesung von Rufus Beck in der Marienkirche, die um 17 Uhr beginnt (Einlass ab 16.30 Uhr). Die Organisatoren wissen, dass es voll werden dürfte – eine Übertragung nach draußen ist aber nicht vorgesehen. Die richtige Atmosphäre entstehe erst im geschlossenen Raum, hieß es bei der Präsentation des Programms. In den Texten geht es um die unterschiedlichen Rollen, die das gemeinsame Feiern in den Verhandlungen über Krieg und Frieden einnehmen kann. Stefan Lutermann begleitet die Lesung an der Orgel.

Im Friedenssaal des Rathauses, wo permanent an 1648 erinnert wird, werden um 13.15 Uhr, 14.15 Uhr und 15.15 Uhr die Stadtspieler aktiv. In historischen Kostümen zeigen sie drei Aspekte der Stadtgeschichte: den Handschlag, die „Flunkerei zweier Frauen über den spanischen Diplomaten und eine Gerichtsszene.

Auch das Diözesanmuseum ist an den Aktionen beteiligt. Um 13.45 und 15.30 Uhr gibt Museumsleiter Hermann Queckenstedt historische Stadtführungen zu den Quartieren der Gesandten. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Großen Domsfreiheit. Um 13.45 und 15.30 Uhr führt Friederike-Andrea Dorner durch die Dauerausstellung des Museums mit speziellem Blick auf den Westfälischen Frieden.

Wer es kreativ und abwechslungsreich mag, kann an einem Spiel unter freiem Himmel teilnehmen. An sechs Stationen in der Innenstadt müssen kleine Rätsel gelöst werden, für deren Lösung man nicht Historiker sein muss, wie es heißt. Am Ende wartet eine Belohnung. Flyer, auf denen die Aufgaben näher beschrieben sind, gibt es im Rathaus, der Marienkirche und dem Forum am Dom (Domhof 12).

Alle Angebote am 6. August sind kostenlos.

Matthias Petersen