Schuljubiläum
Auch ein Stück Heimat
Foto: Christof Haake
Die Hammer Schule.
Seit ihrer Gründung 1926 ist die Schule eng mit dem Stadtteil, der Herz-Jesu-Gemeinde und den Menschen vor Ort verbunden. Über die Jahrzehnte wurde sie zu einem festen Bestandteil des Stadtteils. Nachdem die katholische Pfarrgemeinde 1918 aus Privatbesitz ein Parkgelände von einem Hektar Größe erworben hatte, konnte Ostern 1926 die Einschulung an der zunächst einklassigen Gemeindeschule gefeiert werden. Den Unterricht übernahmen zu Beginn die Elisabethschwestern. Aus Fertigbauteilen entstand bis 1933 eine Pavillonschule mit vier Baracken. 1937 folgte der Bau einer eigenen Turnhalle – in der Form eines Bauernhauses. In den Kriegsjahren wurden die katholischen Schulen jedoch aufgelöst. Die inzwischen teils „weltlichen Lehrkräfte“ durften mit den 350 Jungen und Mädchen teilweise geschlossen an staatliche Schulen wechseln.
Wiedereröffnung im Jahr 1959
Der Bombenhagel von 1943 machte alle Schulgebäude der ehemaligen Gemeindeschule schließlich dem Boden gleich. Doch es sollte eine Auferstehung nach dem Krieg geben: 1959 öffnete die katholische Schule die Tore ihres Neubaus. Aus der einstigen Grundschule wurde ein Schulcampus, erweitert um die Jahrgänge fünf und sechs der Beobachtungsstufe der Haupt- und Realschule und seit 1994 zudem mit Horteinrichtung, „Pädagogischem Mittagstisch“ und Nachmittagsbetreuung.
Trotz gesellschaftlicher Veränderungen und des Wandels im Bildungswesen sei die Schule ihrem Grundgedanken stets treu geblieben, heißt es in einer Mitteilung der Abteilung Schule und Hochschule des Erzbistums. Nämlich: „Kinder in einer familiären Atmosphäre zu stärken, Gemeinschaft zu leben und christliche Werte zu vermitteln. Bis heute ist diese besondere Verbundenheit spürbar.“ Die Schule sei für viele Familien nicht nur Lernort, sondern ein Stück Heimat, so Schulleiterin Jenny Gromball, die die Schule seit 2018 leitet. „Viele Eltern sind hier selbst zur Schule gegangen“, berichtet sie.
Jedes einzelne Kind im Blick
Heute besuchen rund 250 Kinder die zweizügige Grundschule mit Vorschule und Ganztagsangebot in direkter Nachbarschaft zum Hammer Park. Jenny Gromball wird seit Sommer 2023 von ihrer Stellvertreterin Nathalie Dorison unterstützt. Beide bringen langjährige Erfahrung aus dem katholischen Schulwesen mit. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen individuelles Lernen, die Förderung jedes einzelnen Kindes und ein wertschätzendes Miteinander auf Grundlage des christlichen Menschenbildes. „Jedes Kind ist individuell und von Gott genau so gewollt, wie es ist“, darin sind sich Gromball und Dorison einig.
Am Samstag, 6. Juni lädt die Schule in der Zeit von 11 bis 15 Uhr zur großen Jubiläumsfeier auf dem Pausenhof direkt neben der Hammer Kirche ein.