Tag des Grundgesetzes
Bischöfe gestalten Friedensgebet
Foto: Bistum Osnabrück/Thomas Arzner
Die Bischöfe gestalteten Am Tag des Grundgesetzes das Friedensgebet.
Bischof Dominicus sagte: „Das Zentrum unseres Grundgesetzes ist die Menschenwürde, die für jeden Menschen gilt. Das war lange selbstverständlich, aber mittlerweile gibt es Stimmen, die dies in Frage stellen. Als Kirche machen wir unseren Standpunkt klar und deutlich: Die Menschenwürde ist unantastbar und gilt für jeden, egal, woher er kommt, woran er glaubt, welche politische Ansicht er vertritt, ob er gesund oder krank ist. Wir treten jedem entgegen, der dies in Frage stellt.“
Regionalbischof Friedrich Selter warb in dem Zusammenhang für die Kampagne „Für Alle – Menschenwürde – Nächstenliebe – Zusammenhalt“ der evangelischen und katholischen Kirchen in Deutschland. „Nächstenliebe als Grundhaltung ist mir besonders wichtig: Anderen Menschen grundsätzlich mit Respekt, Offenheit und Mitgefühl begegnen. Seitdem diese Werte von wachsenden Bevölkerungsgruppen in Frage gestellt werden, ist das für mich auch ein politisches Statement. ‚Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt‘ – diese Begriffe stehen für Überzeugungen, die biblisch begründet sind und zugleich die Basis unseres Grundgesetzes bilden. Als Kirchen stehen wir für diese Werte.“ Die beiden Bischöfe setzten nach dem Friedensgebet ein Zeichen, in dem sie sich mit anderen Teilnehmern vor der Kirche hinter dem Banner der ökumenischen Kampagne versammelten.
Das Friedensgebet der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Osnabrück (ACKOS) findet seit 2003 jeden Samstag in St. Marien statt. Beteiligt sind Christinnen und Christen mehrerer Konfessionen sowie Friedensinitiativen wie Religions for Peace, Pax Christi, Sant’Egidio und der Friedensort Osnabrück. Gebetsanliegen sind die Zustände in den aktuellen Kriegs- und Krisengebieten, das Gedenken an Opfer von Gewalt und Fragen des sozialen Friedens.