Sommerserie: Felix Weghorst ist gerne auf dem Marktplatz in Osnabrück - Teil 5

"Hier kann man lebendige Stadt erleben"

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Felix Weghorst
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Foto: Astrid Fleute

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Die bunten Ständehäuser und vieles mehr liebt Felix Weghorst am Osnabrücker Marktplatz.

Hier spürt er Wurzeln und Heimat: Felix Weghorst ist Osnabrücker durch und durch. Besonders spürt er diese Lokalverbundenheit auf dem Marktplatz, wo er gerne Feste feiert oder einfach die Atmosphäre genießt.

Wenn er in der Innenstadt unterwegs ist, nimmt Felix Weghorst gern die Schleife über den Marktplatz. Der 24-Jährige ist sehr lokalverbunden. Der zentrale historische Platz der Stadt gehört nicht nur im Sommer zu seinen Lieblingsplätzen. „Hier kann man lebendige Stadt erleben, hier ist immer etwas los“, erzählt er und denkt dabei nicht nur an die vielen Feste wie Weihnachtsmarkt, Maiwoche, Weinfest oder das traditionelle Steckenpferdreiten, die hier auch von ihm gerne gefeiert werden.

Eingerahmt von den bunten Ständehäusern, dem historischen Rathaus mit Stadtwaage, der Marienkirche, dem Remarquearchiv und vielfältiger Gastronomie liegt der Marktplatz im Herzen von Osnabrück. Um die Ecke beginnt die Altstadt mit ihrem besonderen Flair. Felix Weghorst liebt das Ambiente aber auch die kulturellen Angebote, die sich am Marktplatz bieten. So hat er schon in jungen Jahren das Remarquearchiv schätzen gelernt, unter anderem durch seinen Vater, der hier beruflich tätig war. „Ich bin großer Erich-Maria-Remarque-Fan, liebe die einnehmende und tiefgründige Sprache, seinen Pazifismus, seine Weltanschauung“, sagt er. Der unverkennbare Osnabrück-Bezug in Werken wie der Schwarze Obelisk lässt bei ihm Heimatgefühle aufkommen. 

Rathaus, Stadtwaage, Marienkirche: Orte, mit denen er etwas verbindet

Oft geht Felix Weghorst über den Marktplatz, verweilt ein wenig und sieht dabei viele Häuser, mit denen er etwas verbindet. Zum Beispiel das historische Rathaus: „Es ist schon ein besonderer Ort, mit dem Friedenssaal als Raum, wo in Osnabrück vieles entschieden wurde und wird“, betont er auch mit Blick auf den Westfälischen Frieden. In Erinnerung daran durfte er beim traditionellen Steckenpferdreiten als Grundschüler auf der Rathaustreppe seine Brezel entgegennehmen, heute nimmt er gelegentlich beruflich im Rathaus an Sitzungen teil. Auch die Stadtwaage mit dem Standesamt hat der junge Mann durchaus im Blick: „Wenn ich einmal heirate, dann auf jeden Fall dort“, meint er schmunzelnd. 

Daneben liegt die Marienkirche: Als Marktkirche „historisch hochinteressant und architektonisch wunderschön“, so Weghorst, während er seinen Blick schweifen lässt. Bänke vor der Kirche laden zum Verweilen ein, im Inneren des Gotteshauses kommt er zur Ruhe und zum Gebet. Ob Weihnachtsoratorium oder Lesungen – vieles konnte der Katholik bereits in der evangelischen Kirche am Markt genießen. 

In vielen Bereichen übernimmt er Verantwortung für seine Stadt

Beruflich macht Felix Weghorst als Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Museum Industriekultur eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann. Anschließend möchte er öffentliches Management studieren. Für seine Heimatstadt und für die katholische Kirche ist er in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv. „Ich fühle mich hier in Osnabrück wohl, möchte der Stadt etwas zurückgeben“, sagt er. Schon früh hat er daher Funktionen und Ämter übernommen, sich nie vor Verantwortung gedrückt. Ob als Gruppenleiter, Zeltlagerleiter, im Jugendverband und Kirchenvorstand seiner Heimatpfarrei Christus König, im Diözesanvorstand des Bundes der Katholischen Jugend, im Katholikenrat des Bistums, im Stadtjugendring und der Arbeitsgemeinschaft der Verbände – überall ist er zuverlässig aktiv, ein Netzwerker durch und durch. Seit sechs Jahren hilft Weghorst auch regelmäßig in der Wärmestube für Bedürftige an der Bramscher Straße, kocht dort und hilft bei der Essensausgabe – selbst an Weihnachten. „Das erdet mich, hier erlebe ich die Realität der Gesellschaft. Und manchmal braucht man auch ein dickes Fell“, berichtet er.

Mit all seinem Engagement möchte Felix Weghorst Osnabrück für die Menschen ein wenig besser machen, der Gesellschaft etwas zurückgeben. Gestaltungswille ist sein großer Antrieb – für die Kirche und für seine Heimatstadt mit ihrem Marktplatz, der ihn an seine Wurzeln erinnert. 

Astrid Fleute

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