Bistumspartnerschaft

Im Namen der Bildung

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Zu sehen Schulkinder, die hintereinander aufgereiht stehen.
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Foto: privat

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Schüler der Schule San Nicolas de Flüe waren in der renovierten Aula.

Unter Leitung von Bischof Nicolás Baisi besuchte eine Delegation aus Puerto Iguazú Hamburg und Schwerin. Einen Schwerpunkt bildeten dabei die beiden Schulen mit Verbindungen zum argentinischen Partnerbistum.

„Die Qualität des staatlichen Unterrichts lässt immer mehr nach“, klagt der Bischof von Puerto Iguazú, Nicolás Baisi bei einem Mittagessen in Hamburg. „In einigen Regionen des Partnerbistums gibt es überhaupt gar keine staatlichen Schulen“, ergänzt Christian Fischbach von der Stabsstelle Mitgliederkommunikation, Fundraising und Meldewesen im Erzbistum und Mitglied im Arbeitskreis Bistumspartnerschaft Iguazú. „Die Kirche ist dann in dieser Hinsicht die einzige Anlaufstelle.“

Fischbach begleitete Baisis Delegation aus der Diözese im Norden Argentiniens kürzlich bei ihrem Besuch im Norden Deutschlands. Bildung spielte bei dieser Informationsreise eine herausragende Rolle. Denn mittlerweile Partnerschaften zwischen zwei Schulen des Erzbistums und zweien aus Puerto Iguazú. Auf deutscher Seite sind dies die Katholische Schule Harburg in Hamburg und die Niels-Stensen-Schule in Schwerin, die auch beide auf dem Besuchsprogramm der Delegation standen. Auf argentinischer Seite sind es die Vor- und Grundschule San Miguel in dem Ort Eldorado und die weiterführende Schule San Nicolas de Flüe in Puerto Esperanza. Von besonderem Interesse war für die südamerikanischen Besucher dabei ein Projekt für Schüler, das ihnen bei der späteren Berufswahl helfen soll.

Förderung einer Krankenstation

„Bildung verbessert das Leben der Menschen“, unterstreicht Baisi. Besonders dankbar ist man in Puerto Iguazú daher auch für die Unterstützung aus dem Erzbistum in diesem Bereich. Sie ermöglicht unter anderem die Renovierung eines heruntergekommenen Gebäudes, in dem einst ein Freizeitclub untergebracht war, in dem nun die Schule San Nicolas de Flüe eingezogen ist. „Die Kirche muss hier in Vorleistung treten“, sagt Bischof Baisi. Das bedeutet: Sie muss die Räume errichten und unterhalten. Und sie muss die Gehälter der Lehrer zahlen, bis die Schule auch einen Abiturjahrgang hat. Das soll dort im kommenden Jahr der Fall sein.

Die Mittelkürzungen der Regierung führten in dem ländlichen Porto Iguazú zudem dazu, dass die Errichtung einer Krankenstation unterbrochen wurde. Mit Spendengeldern wurde nun ein provisorisches Holzhaus über dem bislang fertigen Teil gestellt, damit keine Bauruine entsteht. 

Übrigens: Die argentinische Delegation nahm Anschließend an der Wallfahrt des Erzbistums nach Rom teil.

Matthias Schatz

Wer das Partnerbistum Puerto Iguazú unterstützen möchte, kann Spenden auf folgenden Konto überweisen:

Bankinstitut: DKM Darlehenskasse Münster eG,
IBAN DE37400602650000005151,
BIC GENODEM1DKM,
Stichwort: Partnerschaftsfonds Iguazu