Dauerausstellung
Schwichtenberg-Werke im Erzbischöflichen Amt
Foto: Anne Koep
In der Ausstellung im Erzbischöflichen Amt (v.li.): Beate Bäumer, Leiterin des katholischen Büros Schleswig-Holstein, Torsten Albig, Andrea Schwichtenberg, Michael Sakuth und Nikola Sakuth-Schwichtenberg.
Die Werke des am 3. Dezember 2023 verstorbenen Kieler Künstlers Bernhard Schwichtenberg haben ein neues Zuhause gefunden – und zwar auf den Fluren des Erzbischöfliches Amtes in der Landeshauptstadt. Bernhard Schwichtenberg war überzeugter Katholik, ein kritischer Geist und engagierte sich in verschiedenen Bereichen für seine Kirche, sei es in der Kunstkommission des Erzbistums oder auch im Kirchenvorstand der Kieler Pfarrei.
Auch griff er in seinen Werken wie etwa den weihnachtlichen Drahtobjekten, über deren Versteigerung auch die Neue Kirchenzeitung immer wieder berichtete, von christlichen Überzeugungen geprägte Botschaften vor allem des Friedens auf. Wenige Tage nach Schwichtenbergs 87. Geburtstag am 5. November wurde die Ausstellung nun eröffnet. Interessiere, Kunstliebhaber, Freunde und Familie besuchten die Vernissage im Amt am Krusenrotter Weg. Kiels ehemaliger Oberbürgermeister und Ministerpräsident a.D., Torsten Albig, hielt als langjähriger Freund und enger Weggefährte eine Laudatio auf Bernhard Schwichtenberg. „Kunst, Gesellschaft und Demokratie gehörten für Bernhard Schwichtenberg zusammen. Nicht als Parole, sondern als gelebte Praxis. Jeder Blick auf die Werke, die wir heute sehen, macht das deutlich. Und auch seine christliche Überzeugung“, sagte Albig. Schwichtenberg sei es gelungen, so Albig, bei seinen weihnachtlichen Drahtobjekten durch eine einzige Drahtlinie eine ganze Welt in Bewegung zu setzen. „Die Ausstellung zeigt, wie Glaube, Geschichte und Gestaltung miteinander reden können, wenn man sie nur lässt. Lieber Bernhard, du fehlst“, schloss Torsten Albig seine Laudatio.
„Bernhard hat ein neues Zuhause“, sagen Angehörige
Für die Familie hat der Nachlass, der künftig im Erzbischöflichen Amt zu sehen sein wird, dauerhaft eine neue Heimat bei „seiner Kirche“ bekommen. „Bernhard hat ein neues Zuhause. Man hat auch den Eindruck, dass er gleich um die Ecke kommt, mit seiner Mütze auf, und noch ein Bild anguckt und geraderückt“, resümierte Schwiegersohn und Fotograf Michael Sakuth lächelnd. „Ich bin sehr glücklich, dass seine Botschaften so weiter der Öffentlichkeit zugänglich sind. Das ist in seinem Sinne, dass er gezeigt wird – und weiter anregt, auch über seinen Tod hinaus“, so die Tochter des Künstlers, Nikola Sakuth-Schwichtenberg.
Die Ausstellung mit Werken von Bernhard Schwichtenberg ist öffentlich zugänglich. Ein Besuch ist nach telefonischer Anmeldung unter Tel. 0431 / 6403-502 oder -602 möglich.