Sternsinger aus Lingen bald auf Tour

Sie fahren nach Berlin

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Eine große Kindergruppe als Sternsinger verkleidet. Mittendrin Bundeskanzler Scholz
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Friedrich Stark / Kindermissionswerk

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Empfang beim Kanzler: 2025 war noch Olaf Scholz der Gastgeber für die Sternsinger.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene bereiten sich in den Gemeinden des Bistums Osnabrück derzeit auf die nächste Sternsingeraktion vor. Sie wird am 29. Dezember zentral in Hagen a.T.W. eröffnet. Die Sternsinger aus Lingen-Süd bereiten sich auf eine Begegnung mit dem Bundeskanzler vor.

Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem gesamten Bistum Osnabrück treffen sich am Montag, 29. Dezember 2025, zur diözesanen Eröffnung der „Aktion Dreikönigssingen“ in Hagen a.T.W. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) erwartet als Ausrichter etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Vor der Mittagspause werden sie Kronen basteln, anschließend mehr über die Stoßrichtung der 2026er Aktion erfahren. Das Motto lautet: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit.“ Sie bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Das Dreikönigssingen 2026 ermutigt, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen und eine gerechtere Welt zu gestalten. Abschließend werden die Kinder und Jugendlichen als „Heilige Drei Könige“ verkleidet in einem Zug von der Grundschule zur Kirche St. Martinus ziehen, wo dann um 15 Uhr Weihbischof Johannes Wübbe einen Wortgottesdienst mit ihnen feiern wird. 

Die Sternsingerinnen und Sternsinger ziehen jedes Jahr im Zeitraum von Ende Dezember bis Anfang Februar durch die Kirchengemeinden und sammeln Spenden für Kinder weltweit. So kamen bei der vergangenen Aktion im Bistum Osnabrück Anfang 2025 insgesamt mehr als 1,37 Millionen Euro zusammen (2024: 1,26 Millionen Euro). Beteiligt waren dabei 196 Gemeinden und Gruppen (2024: 188). Bundesweit wurden rund 48 Millionen Euro (2024: 46 Millionen Euro) in 7.328 Pfarrgemeinden, Schulen, Kindergärten und weiteren Einrichtungen gesammelt. 

Sternsinger aus Lingen im Kanzleramt in Berlin 

Vier Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Lingen-Süd, Kirchengemeinde St. Gertrudis (Bramsche), vertreten Anfang Januar 2026 das Bistum Osnabrück beim Sternsinger-Empfang im Bundeskanzleramt. Die Gruppe aus dem südlichen Emsland hatte sich im Vorfeld der 68. Aktion Dreikönigssingen für die Teilnahme beworben und bei der Ziehung der Gewinner das nötige Losglück. 

108 Königinnen und Könige aus allen 27 deutschen Diözesen sind traditionell in Berlin mit dabei. Seit 1984 bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt. 

Mehr als 1,4 Milliarden Euro seit dem Aktionsstart 1959 

Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und notleidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). 

Weitere Infos auf der Internetseite des BDKJ-Diözesanverbandes Osnabrück und der Seite des Kindermissionswerkes.