Tag der deutschen Einheit in Bremen
So präsentiert sich die Kirche bei der Einheitsfeier
Christof Haverkamp
Was bedeutet Ihnen der Tag der deutschen Einheit – und was wäre Ihr Wunsch für die Zukunft?
Der Tag der deutschen Einheit ist ein guter Tag für Deutschland, weil er an die friedliche Revolution und die gelungene Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten erinnert. Die Kirchen hatten daran wesentlichen Anteil. Mein Wunsch ist, dass die Opfer der deutschen Teilung nicht vergessen werden und das Unrecht in der Zeit der DDR-Diktatur nicht verharmlost wird.
Für welches Angebot der katholischen Kirche sind Sie verantwortlich?
Meine Aufgabe war es, den ökumenischen Gottesdienst am 3. Oktober mit vorzubereiten, den das ZDF an diesem Tag live ab 10 Uhr überträgt. Dafür gab es eine ökumenische Arbeitsgruppe, die sehr harmonisch zusammengearbeitet hat. Ich hatte vor allem mit einigen Mitwirkenden zu tun, so mit Christine Freytag, der Leiterin der katholischen Seemannsmission Stella Maris, die in einem Einspielfilm während des Gottesdienstes über ihre Arbeit sprechen wird.
Die zentrale Einheitsfeier findet zum dritten Mal in Bremen statt. Worauf freuen Sie sich besonders?
Auf das Bürgerfest und die sogenannten BREMENWelten, in denen sich das Land Bremen in seiner ganzen Vielfalt präsentiert. Und auf hoffentlich viele interessante Gespräche am Stand der katholischen Kirche, die Weihrauch-Tasting, Rosenkranz-Basteln und ein Quiz anbietet.
Christof Haverkamp leitet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Katholischen Gemeindeverband in Bremen.
Christoph Lubberich
Was bedeutet Ihnen der Tag der deutschen Einheit – und was wäre Ihr Wunsch für die Zukunft?
Für mich bedeutet der Tag der deutschen Einheit vor allem eine Gelegenheit der Begegnung und des Miteinander Feierns. Gerade angesichts der Spannungen und Polarisierungen in unserer Gesellschaft bedarf es der Stärkung von Demokratie und Vielfalt und dies in einer fröhlichen und angstfreien Atmosphäre. Ich hoffe, dass der Tag der deutschen Einheit die Möglichkeit bietet und wir gemeinsam Diversität, Pluralität und Demokratie feiern können.
Für welches Angebot der katholischen Kirche sind Sie verantwortlich?
Meine Aufgabe besteht in der Koordination unseres Standes im Rahmen des Bürgerfestes. Wir präsentieren vom 2. bis 4. Oktober die katholische Kirche in Bremen mit ihren vielfältigen Angeboten und Einrichtungen. Dabei gibt es auch die Möglichkeit, bei einzelnen Aktionen mitzumachen, zum Beispiel Weihrauch-Tasting, Tattoos kleben, einem Quiz und anderes mehr.
Die zentrale Einheitsfeier findet zum dritten Mal in Bremen statt. Worauf freuen Sie sich besonders?
Ich freue mich auf die Lichtinszenierung an der Weser und auf die Ländermeile. Insgesamt bin ich aber eher gespannt, welche Begegnungen mir an unserem Stand und während der Festtage insgesamt so widerfahren. Ich hoffe sehr, dass die Stadt von guter Laune, Toleranz und viel Lachen erfüllt wird.
Christoph Lubberich ist Dekanatsreferent für die katholische Kirche in der Stadt Bremen und Leiter der Cityseelsorge „Resonanzraum“
Johannes Gebbe
Was bedeutet Ihnen der Tag der deutschen Einheit – und was wäre Ihr Wunsch für die Zukunft?
Das Ereignis, dass hinter dem Tag der deutschen Einheit liegt, steht für mich für die Möglichkeit, tatsächlich weltbewegende Veränderungen auf eine friedliche Weise auf den Weg zu bringen und umzusetzen. Der Tag der deutschen Einheit ist für mich sehr mit dem Mauerfall verbunden, den ich damals in meinem Freisemester in Irland verbracht habe. Meine irischen Freunde gratulierten mir zum Mauerfall – und schöpften daraus auch ein wenig Hoffnung für ihre eigene Situation auf der in Nordirland und Republik Irland geteilten Insel. Deswegen wäre mein Wunsch, dass es uns gelingt, auch in Zukunft die Mauern einzureißen, die uns davon abhalten, menschlich und respektvoll miteinander umzugehen.
Für welches Angebot der katholischen Kirche sind Sie verantwortlich?
Ich stehe zum einen für die Einbeziehung der Bremer Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) beim ökumenischen Festgottesdienst, zum anderen zusammen mit den Freunden aus dem interreligiösen Arbeitskreis „Religionen Beten“ für ein zweistündiges Bühnenprogramm auf der Ansgari-Bühne am Sonntag von 12.45 bis 14.45 Uhr. Wir bieten kulturelle Beiträge aus den Religionsgemeinschaften dar, kleine Gesprächsrunden zum interreligiösen Gespräch und feiern miteinander in der Tradition des „Friedensgebetes der Religionen“ eine Friedensandacht.
Die zentrale Einheitsfeier findet zum dritten Mal in Bremen statt. Worauf freuen Sie sich besonders?
Ich freue mich auf ein fröhliches Fest in der Bremer Innenstadt, auf interessante Begegnungen am Stand des AK „Religionen Beten“ am Altenwall, auf unser Bühnenprogramm und auf den ökumenischen Gottesdienst, an dessen Vorbereitung ich mitwirken durfte.
Johannes Gebbe ist Pastoralreferent und Pastoraler Koordinator in der Bremer Pfarrei St. Marien und Vorsitzender der Bremer Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.
Wer den Tag der deutschen Einheit in Bremen mitfeiern möchte, findet hier das Programm.