Bistum Osnabrück lädt zum Kennenlerntag ein

Start in ein neues Freiwilligenjahr

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Gruppe von Freiwilligendienstlern
Nachweis

Foto: Freiwilligendienste Bistum Osnabrück

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Junge Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten möchten, waren zu einem Kennenlerntag in Osnabrück eingeladen.

In Zeiten, in denen die Politik wieder über ein soziales Pflichtjahr und Wehrpflicht diskutiert, ist es umso bedeutender, wenn sich junge Menschen freiwillig für ein Jahr engagieren wollen. Rund 250 junge Frauen und Männer starten in diesen Wochen ihren Freiwilligendienst im Bistum Osnabrück. Sie übernehmen Verantwortung, stärken das Miteinander und setzen ein Zeichen für Solidarität. Zum offiziellen Auftakt kamen sie jetzt gemeinsam mit Eltern, Freunden und Partnern in Osnabrück zusammen.

Ein Freiwilligendienst im sozialen Bereich ist weit mehr als eine persönliche Lernerfahrung: Er ist ein spürbarer Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Freiwilligen engagieren sich in Kindertagesstätten, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Krankenhäusern oder weiteren sozialen Einrichtungen – und übernehmen dort Verantwortung, wo Hilfe dringend gebraucht wird. Mit ihrem Einsatz setzen sie ein Zeichen für Solidarität und zeigen, dass Engagement unsere Gesellschaft trägt und stärkt.

„Mich freut besonders, dass ihr alle freiwillig und ohne Zwang in dieses Jahr und diese Erfahrung geht, denn aktuell wird wieder viel gesprochen über Dienstpflicht und Wehrdienst. Für uns macht es einen großen Unterschied, dass ihr hier seid, weil ihr das wollt und nicht, weil ihr dazu verpflichtet seid“, sagte Sebastian Niemann, Leiter der Freiwilligendienste Bistum Osnabrück.

Gottesdienst im Dom
Gottesdienst im Dom am Kennenlerntag. Foto: Freiwilligendienste Bistum Osnabrück

Der Kennenlerntag startete mit einem Gottesdienst im Osnabrücker Dom. Diözesanjugendseelsorger Maik Stenzel stellte dabei das Thema Mut in den Mittelpunkt – ein Leitwort, das viele Freiwillige durch das kommende Jahr begleiten dürfte. Auch Sebastian Niemann bestärkte die Freiwilligen in seiner Rede und ermutigte sie für den neuen Weg.

Im Anschluss lernten die Freiwilligen in der Domschule ihre zukünftigen Seminargruppen kennen, tauschten sich aus und knüpften erste Kontakte. Zudem bot der „Markt der Möglichkeiten“ Informationen rund um Strukturen und Ansprechpersonen im Rahmen des Freiwilligendienstes – sowohl für die Teilnehmenden als auch für ihre Begleitpersonen. An verschiedenen Stationen konnten außerdem Wünsche für das kommende Jahr formuliert und kreative Beiträge gestaltet werden. (kb)

 

Vergabe von Stipendien

Seit 2014 vergeben das Bistum und der Caritasverband jährlich 20 Stipendien an Freiwilligendienstleistende. Mit einem Stipendium werden junge Menschen gefördert, die einen Freiwilligendienst im Bistum Osnabrück geleistet haben und einem späteren Anstellungsverhältnis bei Kirche oder Caritas gegenüber offen sind. 

Gefördert werden sowohl Ausbildungsberufe (unter anderem Heilerziehungspflege, Hauswirtschaft, Gesundheits- und Krankenpflege, Ergo- und Logotherapie, Altenpflege) als auch unterschiedliche Studiengänge (unter anderem Heilpädagogik, Wirtschaft, Medizin, Theologie, Psychologie, Soziale Arbeit, duale Pflegestudiengänge). Das Bistum fördert jeden der ehemaligen Freiwilligen für die Dauer der Ausbildung bzw. des Studiums mit bis zu 300 Euro monatlich und bietet Gespräche sowie Seminare zu verschiedenen Themen an.

Die nächste Stipendien-Vergabe ist am 12. September 2025.