Was uns diese Woche bewegt

Wunderbare Erinnerungen an Weihnachten

Image
diek_muenchow_editorial_kibo

Wie war das früher – Heiligabend bei Ihnen zu Hause? Ich bin sicher, da tauchen ganz fix viele Bilder und Geschichten in Ihrem Gedächtnis auf. Als wir in der Redaktion diese Idee für unsere Weihnachtsausgabe entwickelt haben, kamen wir selbst schnell ins Gespräch darüber. Und dabei ging es weniger darum, welche Farbe die Kugeln am Christbaum hatten oder ob tatsächlich Kartoffelsalat mit Würstchen auf dem Tisch stand. Sondern mehr um die Rituale, an die wir noch heute gern zurückdenken. 

So ging es auch den drei Menschen, die wir zu dem Thema befragt haben. An welche Traditionen und Ereignisse sich Irmintraud Teuwisse-Eckard, Hermann Kues und Ingeborg Müller in ihrer Kindheit und später mit der eigenen Familie erinnern, davon erzählen wir in unserer neuen Druckausgabe auf den Seiten 24 bis 27. Blättern Sie gern mal hinein!

Einiges davon hat mich selbst an früher zurückdenken lassen - meist mit einem Lächeln im Gesicht, aber manchmal auch mit ein bisschen Wehmut im Herzen. Denn leider leben meine beiden Eltern nicht mehr. Aber sie haben mir wunderbare Erinnerungen hinterlassen. An knusprige Plätzchen von Mama, mit viel Muskelkraft aus der alten Wurstmühle heraus gekurbelt. An Papa, wie er aus vollem Hals „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum“ im Wohnzimmer schmettert. An eine Christmette an Heiligabend, in der wir leicht beschwipst von dem ersten Test des funkelnagelneuen Feuerzangenbowle-Sets in der Bank sitzen und „Stille Nacht, Heilige Nacht“ singen. Etwas schief vermutlich.

Und an eine Geschichte von meinem „kleinen“ Bruder, die wir Geschwister uns gefühlt jedes Jahr mit einem Schmunzeln wieder erzählen. Als auch er irgendwann gemerkt hatte, dass nicht das Christkind, sondern die Eltern die Geschenke bringen, wurde er neugierig und hat manchmal schon ein bisschen gelauert. Zum Beispiel im Kleiderschrank von Mama, wo sie die Präsente zuweilen versteckte. Aber eben nicht gut genug für Frank. So passierte es an einem Heiligabend, dass er während der Bescherung immer stiller wurde – bis meine Mutter fragte, was denn los sei. Und sie hörte etwas verblüfft: „Hast du nicht ein Geschenk für mich vergessen?“  So kam heraus, dass er manchmal mehr wusste als er eigentlich sollte. Fortan suchte Mama sich bessere Verstecke aus. 

Ich wünsche Ihnen nun viel Freude für die bevorstehenden Festtage, schöne Momente und Gottes Segen zu Weihnachten und das neue Jahr. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich! 

Und schlagen Sie doch mal selbst alte Fotoalben auf. Das gibt garantiert reichlich schönen Gesprächsstoff!

Petra Diek-Münchow