Schwerpunkt ehramtliches Engagement: Landjugend
Er stärkt die Gemeinschaft im Dorf
KLJB Osnabrück
Sie leisten Großes: Ohne Ehrenamt wäre Kirche ärmer.
Wenn Enrico Menke von seinem Engagement in der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) erzählt, dann leuchten seine Augen. Ob die für ihn wie eine zweite Familie ist? „Absolut“, sagt der 27-Jährige. „Das merke ich jedes Mal, wenn wir Hand in Hand zusammen etwas auf die Beine stellen.“
Foto: KLJB Osnabrück
Menke stammt aus dem Emsland, aus einer kleinen Gemeinde in Twist. Er arbeitet als Elektro-niker für Energie- und Gebäudetechnik – und gehört der Landjugend erst seit einigen Jahren an. Aber seitdem voller Begeisterung. Er hat nicht nur die Ortsgruppe in seinem Heimatdorf mitbegründet und einige Jahre geleitet, sondern sitzt jetzt auch im Osnabrücker Diözesanvorstand. Dort kümmert er sich um einen Arbeitskreis, der die ländliche Infrastruktur in Peru fördern will.
Dass er damit „über den eigenen Tellerrand“ gucken darf, begeistert ihn an der KLJB. Und was noch? „Also erst mal sind das wunderbare Leute“, sagt er. Die nicht lange rumreden, sondern als Gemeinschaft unkompliziert anpacken und für den ländlichen Raum etwas schaffen wollen. Wie zum Beispiel bei der 72-Stunden-Aktion, bei der Landjugendliche an drei Tagen Projekte in ihren Dörfern umsetzen – von der Boulebahn bis zum Kinderspielplatz. „Zu sehen, wie die Leute davon etwas haben und sich darüber freuen, das ist klasse.“
Aber auch die Werte, für die die KLJB steht, sind Menke wichtig. Er meint zum Beispiel Umweltschutz und Demokratie, Solidarität und Toleranz, Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit. Und die christliche Haltung. Menke ist groß geworden in einem Elternhaus, in dem die Kirche zum Alltag gehört – ein bodenständiger emsländischer Katholizismus. Genau das findet er in der Landjugend wieder. „Die hat meinen Glauben definitiv gestärkt“, sagt er. „Wenn ich nicht in der Landjugend wäre, weiß ich nicht, ob meine Bindung noch so eng wäre.“
Dass der Glaube ein Gewinn für das Leben sein kann, möchte er mit seinem Engagement anderen jungen Leuten vorleben: „Die Gemeinschaft, die wir durch die Kirche erleben, ist schon was Besonderes.“ Aber er will auch zeigen, dass solch ein Ehrenamt einen persönlich weiterbringen kann. Durch die Fähigkeiten, die man lernt und vertieft. Durch neue Einsichten und Netzwerke. Durch Freundschaften, die ein Fundament für das weitere Leben bilden. Ein bisschen stolz ist Menke darauf, dass er schon Leute aus der Stadt, die sonst nichts mit der Landjugend zu tun gehabt hätten, für den Verband begeistern konnte: „Die sind jetzt Mitglied bei uns.“
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