Termine, Veranstaltungen und Meldungen aus dem Erzbistum Hamburg
Aktuelles in Kürze
Erzbistum Hamburg
Interreligiöser Aufruf zur Landtagswahl
Schwerin. Die großen Religionsgemeinschaften in Mecklenburg-Vorpommern haben erstmals gemeinsam einen Aufruf zu einer Landtagswahl veröffentlicht. „Demokratie ist eine große Errungenschaft, die durch die Kraft vieler Menschen erreicht wurde. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, für sie einzustehen, wenn sie in Gefahr gerät“, heißt es darin. Die Wahlberechtigten werden aufgerufen, bei der Wahl am 20. September diejenigen politischen Kräfte zu unterstützen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und Menschen nicht gegeneinander ausspielen. „Geben Sie jenen ihre Stimme, die sich uneingeschränkt zur Würde jedes und jeder Einzelnen bekennen und danach handeln. Prüfen Sie, ob und wie der Schutz von Minderheiten und Schutzbedürftigen garantiert wird“, so der Wortlaut des am 1. September in der Landeshauptstadt Schwerin veröffentlichten Schreibens.
Die Unterzeichner – die Bischöfin und die Bischöfe der christlichen Kirchen, der Landesrabbiner der jüdischen Gemeinden, der Vorsitzende des Dachverbandes Muslimischer Gemeinden in Gründung sowie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) – schrieben, dass sie trotz unterschiedlicher Glaubensüberzeugungen gemeinsam für die Würde aller Menschen und für eine friedliche Gesellschaft einträten.
Der Hamburger Generalvikar Pater Sascha Philipp Geißler hob laut einer gemeinsamen Pressemitteilung das gute Miteinander im interreligiösen Dialog hervor, das zum Entstehen der Erklärung beigetragen habe: „Hier wird das Miteinander aufrechterhalten und gestaltet, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist“, so Geißler. Ein muslimischer Vertreter sagte laut Mitteilung: „Glaube verbindet uns in der Pflicht, die unantastbare Würde jedes Menschen zu schützen. Die bevorstehende Wahl gibt uns die Möglichkeit, das Trennende zu überwinden und gemeinsam ein starkes Fundament für Frieden, Freiheit und Demokratie in unserer Heimat zu stärken.“ Der Wahlaufruf ist in sechs Sprachen unter www.erzbistum-hamburg.de und unter www.nordkirche.de abrufbar. (kpi/red)
Erzbischof predigte als Gast bei Ludgerusfest in Essen-Werden
Erzbischof Stefan Heße war in diesem Jahr Gast bei der traditionellen Ludgerus Prozession in Essen. In seiner Predigt sagte er, der Glaube brauche „ein konkretes Gesicht“. Bei der Ludgerusprozession erlebe man „eine Kirche, die ihren Glauben auf die Straße bringt“. Er verwies darauf, dass der Missionar Ludger von Utrecht über Friesland bis nach Münster und Werden gekommen sei und auch die Insel Helgoland besucht habe, die heute zum Erzbistum Hamburg gehört.
Bei strahlendem Sommerwetter haben am Sonntag, 6. September, hunderte Menschen im Essener Stadtteil Werden das Fest gefeiert. Nach einem festlichen Gottesdienst in der Basilika folgten sie der Prozession mit dem Schrein des Heiligen, die seit 1128 jeden Sommer durch Werden zieht.
Es sei faszinierend, dass die Menschen bis heute Heilige wie Ludgerus feierten, betonte Heße in seiner Predigt. Auch heute brauche es Menschen, die dem Evangelium ein Gesicht verliehen. Heße betonte weiter: „Ludger ist nicht als Eroberer gekommen, sondern als einer, der Menschen aufsucht und ihnen das Evangelium bringt.“ Mission sei keine Weitergabe eines Programms, sondern sie geschehe in Beziehung. „Sie braucht Institutionen, aber erschöpft sich nicht darin.“ Die Abtei Werden sei zu Ludgerus‘ geistlicher Heimat geworden, „aus der die Sendung in die Fremde möglich wird“.
Heilige wie Ludgerus seien „wahrlich nicht perfekt gewesen“, hob Heße hervor. Ludger habe während der Sachsenaufstände zweimal fliehen müssen. Er habe Scheitern und Enttäuschung gekannt und sei dennoch seiner Berufung zum Missionar treu geblieben. Das zeige, dass Gott keine perfekten Menschen berufe, „sondern Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, mit ihrem Mut und ihren Ängsten“, so Heße. (kpi/red)
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Hamburg
Heilig Kreuz beteiligt sich am „Tag des offenen Denkmals”
Der Förderverein Heilig Kreuz beteiligt sich in diesem Jahr das erste Mal an der jährlichen Aktion „Tag des offenen Denkmals" und wird dabei von der Hamburger Denkmalstiftung unterstützt. Die Kirche Heilig Kreuz wird am Samstag, 12. September von 10.00 Uhr bis 17 Uhr als „offenes Denkmal" der Öffentlichkeit präsentiert. Für alle Interessierten werden Kirchenführungen angeboten. Darüber hinaus wird ab 11 Uhr Orgelmusik mit Anke Laumayer und Tatjana Tosch geboten. Um 13 Uhr findet eine Andacht mit der Taizé-Gruppe aus St. Gabriel und dem Chor Heilig Kreuz / St. Bernard statt. Und um 16 Uhr beginnt ein offenes Singen mit „180 Grad", dem neuen Chor aus Heilig Kreuz. (red)
Workshop zu „persönlicher Nachhaltgkeit”
Wie nachhaltig gehen wir eigentlich mit uns selbst um? Dieser Frage widmet sich der Workshop „Persönliche Nachhaltigkeit“ der Pfarrei Heilig Geist. Er findet am 26. September und 14. November jeweils von 10 bis 14 Uhr im Gemeindehaus St. Antonius (Alsterdorfer Straße 75) statt. einlädt. Die Teilnahme ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten. Ausgangspunkt ist eine Erfahrung, die viele Menschen kennen: Der Alltag ist voll, Informationen und Anforderungen begleiten uns nahezu ständig und viele Entscheidungen werden ganz selbstverständlich im „Autopilot“ getroffen. Zeit für die Frage, wonach wir unser eigenes Leben eigentlich ausrichten möchten, bleibt dagegen häufig wenig. Der Workshop möchte genau dafür Raum schaffen. Er verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse zur „Inner Transformation“ mit praktischen Übungen und gemeinsamer Reflexion. (kpi)