Termine, Veranstaltungen und Meldungen aus dem Erzbistum Hamburg

Aktuelles in Kürze

Erzbistum Hamburg


Heße gratuliert Willmer

Hamburg. Erzbischof Stefan Heße hat Bischof Heiner Wilmer zu seiner Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz: gratuliert. "Die Freude in der Metropolie, zu der das Nachbarbistum Hildesheim gehört, ist groß", so Heße. Er wünsche Bischof Wilmer für sein Wirken in dieser Aufgabe viel Kraft, nicht zuletzt auch viel Mut für die neuen Herausforderungen und Gottes reichen Segen. Wilmer, der seit 2018 das Bistum Hildesheim leitet, war am Dienstag zum neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt worden. Die katholischen Bischöfe bestimmten den 64-Jährigen bei ihrer Frühjahrsvollversammlung in Würzburg zum Nachfolger des Limburger Bischofs Georg Bätzing, der das Amt sechs Jahre lang innehatte. (kpi/kna)


Kontaktpersonen bei geistlichem Missbrauch

Hamburg. Christiane Bente und Hendrik M. Rabbow sind von Erzbischof Stefan Heße als Kontaktpersonen für Betroffene von geistlichem Missbrauch beauftragt worden. Sie böten „einen geschützten, anonymen und vertraulichen Raum“ für Menschen, die Machtmissbrauch im Umfeld geistlich-seelsorglicher Begleitung erlebt hätten und sich unsicher seien, wie Erlebtes einzuordnen sei, teilte das Erzbistum mit. Christiane Bente arbeitet als Krankenhausseelsorgerin und Pastorale Mitarbeiterin in der Erwachsenenpastoral im Erzbistum. Hendrik M. Rabbow ist Theologe, Organisationsberater, Systemischer Coach und Seelsorger. Als Unternehmens- und Managementberater begleitet er seit über 30 Jahren Menschen in sensiblen Lebens- und Entscheidungssituationen. Er wird die Aufgabe als weisungsunabhängige Ansprechperson wahrnehmen. Geistlicher Missbrauch ist eine Form des Machtmissbrauchs, bei der religiöse Überzeugungen, Texte oder Positionen genutzt werden, um Personen zu manipulieren. Weitere Informationen und die Kontaktdaten der Ansprechpersonen sind auf der Internetseite des Erzbistums unter https://erzbistum-hamburg.de zu finden. (kpi)


Eine Unterbrechung des Alltags zu Beginn der Fastenzeit

Jens Ehebrecht-Zumsande, Astrid Sievers (li.) und Alexandra Avermiddig an der Langen Reihe in Hamburg-St. Georg. Foto: Christian Wode/EBHH

Hamburg. „Segen to go – Kirche kommt rum“ ist auf dem Lastenrad zu lesen, das am Aschermittwoch auf der Langen Reihe in Hamburg-St. Georg steht. Daneben ein kleiner Aufsteller, Impulskarten in der Hand: Jens Ehebrecht-Zumsande und Team sorgen mit ihrer Aktion zum Beginn der Fastenzeit für eine Unterbrechung im Alltag der Passanten – mit der Einladung zum kurzen Innehalten. „Wir versuchen einfach zum Beginn der Fastenzeit den Menschen einen ganz kurzen Impuls mitzugeben“, sagt Ehebrecht-Zumsande. Viele verbänden Fasten zunächst mit Verzicht auf Essen. „Ja, kann man machen. Aber es gibt noch ein paar andere Ideen“, so der Gemeindereferent der Pfarrei St. Ansgar. Die Karten regen etwa an, den Medienkonsum zu reduzieren, Streit zu vermeiden oder sich abends zu fragen: Was war heute gut? Was macht mir Hoffnung? Es gehe darum, „dem Leben noch ein bisschen mehr Qualität und Sinn zu geben“. Die Reaktionen seien gemischt: Viele hätten es eilig, „vielleicht jeder Fünfte bleibt dann doch kurz stehen“. Oft seien es nur „Mini-Sekunden-Begegnungen“, manchmal überraschend intensive Gespräche. Planbar sei nur der Rahmen, nicht die Wirkung. Eine Passantin fasst es so zusammen: „Ich finde es schön, wenn Kirche mit solchen Aktionen anders sichtbar wird, weil ich glaube, gerade die katholische Kirche wird oftmals sehr kritisch wahrgenommen.“ Das vom Innovationsfonds geförderte Projekt versteht sich als niedrigschwellige „Geh-hin-Pastoral“ – Kirche sichtbar und ansprechbar mitten im Alltag der Stadt. (cwo)


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Hamburg


Neue Rufa-Lehrkräfte für Hamburg

Neustadt. 17 katholische, 11 muslimische und drei alevitische Lehrkräfte haben bei einem Empfang in der Katholischen Akademie ihre Zertifikate für den Einsatz als Lehrkräfte im Religionsunterricht für alle (Rufa) entgegengenommen. Die Urkunden wurden von Vertretern der Katholischen Kirche, der Islamischen Religionsgemeinschaften und der Alevitischen Gemeinde in Hamburg überreicht – als sichtbares Zeichen gelebter Kooperation im Sinne des Hamburger Modells eines gemeinsamen Religionsunterrichts. Der Religionsunterricht für alle ist ein in Deutschland einmaliges und ausschließlich in Hamburg umgesetztes Modell: ein bekenntnisorientierter Religionsunterricht, der für alle Schüler gemeinsam erteilt wird, verantwortet von den in Hamburg anerkannten Religionsgemeinschaften. Die Qualifizierung umfasste die Themenbereiche „Didaktische und methodische Grundlagen des Rufa 2.0“, „Zentrale Themen der eigenen Religion und deren Vermittlung“ sowie ein Wahlmodul zur religionsspezifischen oder interreligiösen Vertiefung. „Der erfolgreiche Abschluss des Qualifizierungslehrgangs setzt ein klares Zeichen: Der Rufa lebt davon, dass Lehrkräfte unterschiedlicher Glaubensrichtungen gemeinsam Verantwortung übernehmen“, erklärte Christopher Haep, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule des Erzbistums Hamburg. Das gemeinsame Feiern des Abschlusses unterstreiche die gute und vertrauensvolle Kooperation zwischen den beteiligten Religionsgemeinschaften – und stärke die Qualität des RUfa an Hamburgs staatlichen Schulen, so Haep.