Vatikan: Papst Franziskus nicht mehr in Lebensgefahr

Auf dem Weg der Besserung

Image
Papst Franziskus
Nachweis

Foto: Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA

Caption

Papst Franziskus (Archivbild): Hier ist er auf dem Weg zur Ostermesse am 31. März 2024 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Der Zustand des an Lungenentzündung erkrankten Papstes wird ganz allmählich ein wenig besser. Noch weiß allerdings niemand, wann er wieder in den Vatikan zurückkehrt. Doch manche hoffen, dass er es bereits vor Ostern schafft.

Der Gesundheitszustand des Papstes verbessert sich offenbar sehr langsam, aber stetig. "Die Situation bleibt stabil mit leichten Verbesserungen", erklärte am Dienstagabend Vatikansprecher Matteo Bruni. Es gebe aber noch keinen Zeitplan für eine Entlassung aus der römischen Gemelli-Klinik. "Der Papst wird entlassen, wenn er entlassen werden kann", so die vielsagende Antwort des Sprechers auf entsprechende Fragen von Journalisten.

Bruni ließ offen, ob und wie der 88 Jahre alte Pontifex den zwölften Jahrestag seiner Papstwahl am 13. März feiern werde. Persönliche Feiertage seien dem Papst kein besonderes Anliegen. Auch die Frage, ob oder wann es die ersten Fotos oder Videoaufnahmen des Papstes im Krankenhaus geben werde, ließ der Sprecher unbeantwortet. Franziskus wurde am 14. Februar mit einer schweren Atemwegserkrankung in die Klinik gebracht. Seither gibt es außer einer kurzen Audio-Aufnahme mit einem Gruß an Pilger kein Lebenszeichen von ihm.

Bereits am Montag hatte es geheißen, Papst Franziskus befinde sich nicht länger in akuter Lebensgefahr. Zwar sei das Bild seiner Erkrankung weiterhin "komplex". Jedoch zeigten die Blutwerte und andere Parameter, dass er gut auf die medizinische Behandlung reagiere. Diese müsse noch "weitere Tage" fortgesetzt werden. Der Papst erhalte Medikamente und werde weiterhin oft mechanisch beatmet.

Rosenkranzgebet für Franziskus

Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch betonte unterdessen bei einem Rosenkranzgebet der Römischen Kurie für die Gesundheit des Papstes, dass "das Leiden durch schwere Krankheit eine große Herausforderung" sei. "Bitten wir den Herrn, dass er dem Heiligen Vater immer seine Nähe schenkt und bitten wir um die Fürsprache der Jungfrau Maria, Mutter der Hoffnung, für seine Gesundheit."

Derweil diskutieren Journalisten und Vatikanmitarbeiter darüber, wann und unter welchen Bedingungen der Papst nach einer eventuellen Genesung in den Vatikan zurückkehren könnte. In der Karwoche vor Ostern, die am 13. April mit den Feierlichkeiten zum Palmsonntag beginnt, steht der Papst traditionell wichtigen liturgischen Feiern in Rom vor. Darunter sind die Zeremonien am Karfreitag und als Höhepunkt der weltweit übertragene Segen "Urbi et orbi" am Ostersonntag.

kna/vbp

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 11.03.2025 um 20:50 Uhr aktualisiert.