Wetterbedingt erstmals seit zehn Jahren

1300 Katholiken feiern Fronleichnam im Bremer Dom

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Fronleichnam im Bremer Dom
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Foto: Katholischer Gemeindeverband Bremen/Christof Haverkamp

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Prozession mit Weihbischof Johannes Wübbe (mit Monstranz), gefolgt von Propst Bernhard Stecker

Weihrauchschwaden im Bremer St. Petri-Dom, das ist ungewöhnlich: Erstmals seit zehn Jahren haben dort 1300 Bremer Katholiken Fronleichnam gefeiert. Wetterbedingt verlegte der Katholische Gemeindeverband kurzfristig den Gottesdienst und die Prozession vom Bürgerpark in die evangelische Kirche.

Der Bremer Propst Bernhard Stecker dankte der Domgemeinde für die ökumenische Gastfreundschaft. Weihbischof Johannes Wübbe nahm in der Predigt Bezug auf das Fronleichnams-Motto „Hab Mut, steht auf!“ und sagte: „Gott will uns nicht statisch.“ Oft sei es bequemer, im Vertrauten sitzen zu bleiben – „selbst wenn das Vertraute eine Sackgasse oder eine Dunkelheit ist“. Solche Situationen kenne auch der Bibel.

Die musikalische Leitung der Feier lag bei Regionalkantor Felix Mende. Der Bläserchor Oberneuland unter Leitung von Friedrich Müller und der Projektchor der katholischen Grundschule St. Antonius im Bremer Stadtteil Osterholz, geleitet von Ricarda Ochs, wirkten ebenfalls mit.

Der kirchliche Feiertag Fronleichnam wird immer 60 Tage nach Ostern und zehn Tage nach Pfingsten gefeiert. Der Name bedeutet „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. Mit dem Fest bringen katholische Christen öffentlich ihren Glauben zum Ausdruck, dass Gott in Brot und Wein mitten unter ihnen ist. Als Zeichen wird eine reich verzierte Monstranz – ein liturgisches Zeigegefäß – mit einer geweihten Hostie in feierlicher Prozession getragen.

Fronleichnam Bremen
Gut besucht: Rund 1300 katholische Christen feierten im Dom Fronleichnam. Foto: Katholischer Gemeindeverband Bremen/Christof Haverkamp
Christof Haverkamp