Neuausrichtung im VW-Werk Osnabrück
Friedensbewegung warnt vor Rüstungsproduktion
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Pax Christi kritisiert, dass im VW-Werk Osnabrück in Zukunft möglicherweise Rüstungsgüter produziert werden.
Die katholische Friedensbewegung Pax Christi hat vor einer Umwandlung des Volkswagen-Werks in Osnabrück in einen Rüstungsstandort gewarnt. Eine solche Entwicklung widerspreche dem Selbstverständnis Osnabrücks als Friedensstadt, erklärte der Regionalvorstand von Pax Christi für die Bistümer Osnabrück und Hamburg am Freitag.
Die Organisation forderte, für den bisherigen VW-Standort und seine Beschäftigten vorrangig zivile und nachhaltige Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Zugleich äußerte sie Verständnis für die Sorgen der Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Viele Beschäftigte gerieten durch einen möglichen Wechsel von der zivilen Automobilproduktion zur Rüstungsproduktion in ein ethisches Dilemma, hieß es.
Autoproduktion endet 2027
Im VW-Werk in Osnabrück sollen künftig Rüstungsgüter produziert werden. Volkswagen, das Land Niedersachsen und der Investor Aurelius Capital vereinbarten kürzlich Eckpunkte für einen Verkauf. Nach dem Ende der Autoproduktion im Sommer 2027 soll der Standort schrittweise zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen entwickelt werden.
Pax Christi warnte auch davor, dass Gegner der geplanten Rüstungsproduktion die Debatte für antiisraelische oder antisemitische Positionen nutzen könnten. Hintergrund ist die geplante Zusammenarbeit am Standort mit dem israelischen Rüstungsunternehmen Rafael Advanced Defense Systems. Pax Christi ist eine international tätige katholische Friedensbewegung, die sich unter anderem für Abrüstung, Gewaltfreiheit und Konfliktprävention einsetzt. (kna)
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